Kommentar – Kongress Pflege 2019

Das „Pflegejahr“ ist eröffnet

Von Anno FrickeAnno Fricke Veröffentlicht: 24.01.2019, 16:05 Uhr

Endlich scheint sich in Sachen Pflege wieder etwas zu bewegen. Am Montag tagt die Steuerungsgruppe, die die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) koordiniert. Dann wollen Familienministerin Franziska Giffey (SPD), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ein Zwischenfazit vorstellen. Die Zeit drängt. Anfang Juli läuft das Jahr ab, das sich die drei Minister gegeben haben, um die Ausbildung, die Arbeitsbedingungen, die Bezahlung und die Wertschätzung des Berufsstandes zu verbessern.

Die Bretter sind dick, die dafür gebohrt werden. Gespannt sein darf man zum Beispiel darauf, ob Hubertus Heil die politische Kraft findet, einen flächendeckenden Tarifvertrag in der Altenpflege durchzusetzen. Bei dem dünnen Organisationsgrad in der Branche ist das eine Herausforderung. Das gilt auch für die daran anschließende Frage, wer für die Kosten eines solchen Tarifvertrages aufkommen soll. Die Pflegebedürftigen über höhere Eigenbeiträge oder doch der Finanzminister?

Einen Tick schneller ist der Pflegebevollmächtigte. Bereits am Donnerstag hat Andreas Westerfellhaus ein Projekt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege vorgestellt. Vorerst befristet, aber ein Hebel, um frustrierte Berufsaussteiger neu zu begeistern.

Lesen Sie dazu auch: Springer Pflegekongress: „Wenn es klemmt, wird der Gesetzgeber nachhelfen“

Mehr zum Thema
Schlagworte
Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Brigitte Werner

Pflegeeinrichtungen ohne Kommerz

Pflegeeinrichtungen sind zur Pflege da mit Beachtung der Arbeitsbedingungen der Pflegenden und nicht zur Gewinnmaximierung. Wenn das von den Einrichtungen exakt realisiert werden würde, gäbe es sicher weniger Probleme
in den Pflegeeinrichtungen.
B. Werner


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Die EU geht davon aus, dass im Frühjahr zumindest Impfstoff für Risikogruppen und Gesundheitspersonal zur Verfügung stehen könnte.

EU verbreitet Optimismus

Ist der Corona-Impfstoff bald da?

Pflegekräfte versorgen einen Patienten auf der Intensivstation im Operativen Zentrum II des Universitätsklinikums Essen.

COVID-19-Versorgung

Intensivstationen: Das Personal ist der Flaschenhals

Blutgefäß mit Erythrozyten und Sauerstoff-Molekülen: Bei einem kardiogenen Schock kommt es zu einer Schädigung von Endothelzellen, die die innere Gefäßwand auskleiden. Das daraus resultierende „vascular leakage“, also die erhöhte Durchlässigkeit der Gefäße, führt dazu, dass das Gewebe schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Ein neuer molekularer Antikörper soll jetzt die pathophysiologische Kaskade durchbrechen.

Sterberisiko senken

Neuer Therapie-Ansatz bei kardiogenem Schock