Ein Thema - Drei Meinungen

"Der Arzt muss über das Pflegeprodukt entscheiden."

Veröffentlicht:

In den letzten Wochen gab es zahlreiche Nachfragen zu der Anwendung der Vitamin-B12-Creme bei Neurodermitis und Psoriasis. Besonders häufig erkundigten sich Mütter, die die Creme für ihre Kinder kaufen wollten. Allen Kunden haben wir empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen. Denn nur der Arzt kann entscheiden, ob sich die beschriebenen Hauterscheinungen bei entsprechender Pflege bessern können und welches Produkt dafür geeignet ist. Ohne ärztliche Diagnose ist das aber nicht möglich. Selbstverständlich kann eine solche regelmäßige Pflege dann später ohne ständige ärztliche Überwachung fortgesetzt werden. Zuerst aber ist die Abklärung ganz wichtig.

Inzwischen habe ich von unseren Großhändlern erfahren, dass Revigiderm® bei uns Ende November lieferfähig sein soll. Wenn Kunden das Produkt im Rahmen der Selbstmedikation wünschen und es entsprechend zugelassen ist, werden wir es selbstverständlich dann für sie über den Großhandel bestellen.

Die Rezeptur, die vom NRF vorgeschlagen worden ist, haben wir noch nicht hergestellt - das war bisher nicht erforderlich. Patienten mit Neurodermitis oder Psoriasis verwenden häufig ähnliche Zubereitungen, die aber kein Cyanocobalamin enthalten. Diese Pflegesalben sind ja durchaus gängig, viele Dermatologen rezeptieren sie auf Privatrezept. Wir stellen in unserer Apotheke natürlich auch solche Salben für Patienten her, also letztlich Pflegeprodukte ohne einen speziellen arzneilichen Wirkstoff. Stellt sich bei Hauterkrankungen, die in Schüben verlaufen, damit Erfolg ein, dann bleiben die Patienten auch dabei.

Lesen Sie dazu auch: Weiter Wirrwarr um Neurodermitis-Salbe

Ein Thema - Drei Meinungen: Neurodermitis-Salbe: "Die Erfolgschancen können wir noch nicht beurteilen." Neurodermitis-Salbe: "Von dem Ansturm sind wir überrascht worden." Neurodermitis-Salbe: "Der Arzt muss über das Pflegeprodukt entscheiden."

Mehr zum Thema

Pro & Contra

Sollen Apotheker gegen COVID-19 mitimpfen dürfen?

„Mehr als einen Piks“

Corona-Impfen in Apotheken ist hoch umstritten

GMK-Beschluss

Gesundheitsminister wollen Corona-Impfungen in Apotheken

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Corona-Impfung in einer kommunal organisierten Impfstelle im thüringischen Jena. Die Ärztekammer in Thüringen dringt auf eine generelle Impfpflicht, auch die BÄK hält dies angesichts der aktuellen Lage für geboten.

© Martin Schutt / dpa

BÄK-Brief an Merkel und Scholz

Ärzte drängen auf allgemeine Corona-Impfpflicht

Auch in Deutschland sollen bald Corona-Impfungen der 5- bis 11-Jährigen möglich sein.

© SvenSimon / Frank Hoermann / picture alliance

Corona-Impfungen bei Unter-12-Jährigen

BVKJ-Chef Fischbach: „Kinder sollen jetzt den Blutzoll zahlen“

Mittlerweile bekannt: Die rote Schleife steht für Solidarität mit HIV-Patienten und soll Aufmerksamkeit für die Infektion schaffen.

© Betelgejze / stock.adobe.com

HIV/Aids

„Trauen wir uns ruhig, über Sex zu reden!“