Delegiertenversammlung

Der Bayerische Hausärzteverband rüstet sich für den Wandel – auch bei seinem Namen

Der künftig Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband geheißene Verein will die Praxen fit machen auf anstehende Veränderungen – auch mit einem Antragspaket der Delegierten.

Michaela SchneiderVon Michaela Schneider Veröffentlicht:

Erlangen. Der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) wird künftig Bayerischer Hausärztinnen- und Hausärzteverband heißen. Und das ist längst nicht der einzige Beschluss, den die Delegiertenversammlung beim Bayerischen Hausärztetag in Erlangen verabschiedete. Er stand heuer unter dem Motto „Wandel gestalten – Hausärztliche Praxen in Bewegung“. Diskutiert wurde hinter verschlossenen Türen, die BHÄV-Pressestelle informierte über zentrale Entscheidungen. Einige Anträge im Überblick:

  • Verabschiedet wurde eine „Handlungsempfehlung für eine sichere Medikamentenverordnung in Heimen beziehungsweise beschützenden Einrichtungen“ nach Maßgabe einer Vorlage der AG Inklusive Medizin im BHÄV.
  • In der Verbandsarbeit sollen künftig auf Antrag des Forum Weiterbildung Bayern Aspekte der Nachhaltigkeit stärkere Berücksichtigung finden, ein Konzept für ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften soll erarbeitet werden.
  • Der Geschäftsführenden Vorstand des BHÄV ist angehalten, auf eine stärkere Digitalisierung im Impfwesen mit dem Ziel höherer Durchimpfungsraten und den Erhalt von Impfungen als ärztliche Leistung hinzuarbeiten.
  • Die Delegierten forderten die gesetzlichen Krankenkassen in Bayern auf, die bereits veranlassten Regresse zurückzuziehen bezüglich des Pneumokokkenimpfstoff Apexxnar®, Bexsero® (Meningokokken B) und gegen RSV, der bereits vor Inkrafttreten der Impfvereinbarung verimpft wurde.
  • Der Geschäftsführende Vorstand soll auf Antrag der Delegierten darauf hinwirken, dass die Verwaltungspauschale der HZV-Verträge für Nichtmitglieder signifikant erhöht wird.
  • Die Bayerische Landesärztekammer soll prüfen, wie die Prozesse für die Erteilung von Weiterbildungsbefugnissen vereinfacht und beschleunigt werden könnten.
  • Die Qualitätsanforderungen Restmedikationsüberwachung, Medikationsinteraktionsprüfung sollen beim bundeseinheitlichen Medikationsplan (BMP) und Integration der FORTA-Liste gegenüber den Anbietern von Praxisverwaltungssoftware (PVS) formuliert und eingefordert werden.
  • Auch unterstützen die Delegierten eine Initiative des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), bundesweit verpflichtende Kurse zur Katastrophenvorsorge und einen jährlichen nationalen Bevölkerungsschutztages einzuführen. (mic)
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Kommentare
Andreas Hoffmann 19.05.202522:42 Uhr

Selbstverstaendlich wollen, nein, muessen die Verwaltungspauschalen fuer Nicht-Mitglieder massiv erhoeht werden, schliesslich sind die niedrigeren Kosten fuer Mitglieder der einzige Grund fuer viele Kollegen, ueberhaupt Mitglied zu sein. Inhaltlich sind viele Positionen der linksgruenen Funktionaersebene fuer die wenigsten Kollegen ein Grund fuer eine Mitgliedschaft. Hier wird klar ueber das Thema Geld eine vermeindliche grosse Zustimmung zu teils laecherlichen, teils widerlichen Positionen erzielt, weil man ja angeblich im Namen der vielen Mitglieder spricht. Wenn die Delegierten aber nichteinmal mehr mit dem Plural korrekt umgehen koennen, dann wird es wohl Zeit fuer die Rueckkehr zum KV-System ohne HzV - die stehen wenigstens dazu, dass sie nicht dazu da sind, unsere Interessen zu vertreten…

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