Kommentar zum Herz-Selektivvertrag

Der Faktor Diagnose

Der Selektivvertrag in Baden-Württemberg zeigt, dass die Regelversorgung nicht das Nonplusultra der Versorgung ist. Trotzdem könnte sie jetzt zur Disposition stehen.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Es ist ein mächtiges Pfund, das die Selektivvertragspartner in Baden-Württemberg, AOK, Hausärzteverband und Medi, am Mittwoch in die Debatte zum Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz geworfen haben: Die Evaluation zum AOK-Facharztvertrag im Südwesten zeige signifikant höhere Überlebensraten von Herzinsuffizienz- und von KHK-Patienten im Selektivvertrag, heißt es – bei weniger Klinikeinweisungen und niedrigeren Gesamtkosten.

Hohe Qualitätsanforderungen, an Leitlinien orientierte Diagnose- und Therapiepfade, eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Haus- und Facharzt: Die vielen Schräubchen, an denen die Vertragspartner hier in der HzV und in den Facharztverträgen seit vielen Jahren drehen, führen zu einer Steuerung, von der Patienten profitieren. Der Erfolg hängt auch daran, dass die Schwere der Erkrankung eines Patienten, also seine Diagnose, über die Vergütung der Ärzte mit entscheidet.

Und das soll künftig illegal sein? Man spürt fast körperlich den Druck, den die Interessengruppen von unterschiedlichen Seiten auf den Gesetzgeber ausüben. Es wäre schade, wenn der Patient dabei auf der Strecke bliebe.

Lesen Sie dazu auch: Herzpatienten: Weniger Todesfälle dank Selektivvertrag

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Langjähriger Verbandschef meldet sich zurück

Werner Baumgärtner will bei Neuwahl des MEDI-Vorstands mitreden

Erfahrungen aus Baden-Württemberg

15 Jahre Facharztverträge: Patientenströme werden besser gelenkt

Kooperation | In Kooperation mit: AOK Baden-Württemberg, Bosch BKK und MEDI Baden-Württemberg
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vernarbung und Fibrosierung

Interstitielle Lungenerkrankung: Die Nachwehen von COVID-19

Infektionsgeschehen

Höhepunkt der Grippewelle wohl überschritten

Lesetipps
Brustkrebs Symbolbild

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Risikoadaptiert und individualisiert behandeln

Frühes Mammakarzinom: So optimieren Sie die Therapie

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Siphosethu F / peopleimages.com / Stock.adobe.com

Krebsprävention durch Kommunikation

Zu Krebs halten sich Mythen und Irrtümer hartnäckig – Aufklärung tut not

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Drei Operateure in einem Operationssaal.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe