Kommentar – Montgomery zum Weltärztebund-Chef gewählt

Deutschland baut internationalen Einfluss aus

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Deutschland baut seinen Einfluss in der internationalen Gesundheitspolitik aus. Mit Professor Frank Ulrich Montgomery steht für zwei Jahre der (noch) amtierende Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) nun an der Spitze des weltweit einflussreichsten ärztlichen Gremiums, dem Weltärztebund.

Die Wahl erfolgte im Vorstand der World Medical Association in Santiago de Chile einstimmig. Den Einfluss auf europäischer Ebene hatte sich Montgomery bereits im November gesichert. Dort wurde er für zwei Jahre zum Präsidenten der Generalversammlung des Ständigen Ausschusses der Ärzte der Europäischen Union (CPME) gewählt.

Beide Positionen sind Schlüsselpositionen, nicht nur um Antworten auf die Herausforderungen einer globalen Gesundheitspolitik zu geben – etwa bei Epidemien, Impfprogrammen, Antibiotikaresistenzen und dem gerechten Zugang zu Gesundheitsleistungen. Es geht auch um die Sicherung nationaler Eigenständigkeiten, wie bei der Aus-, Weiter- und Fortbildung. Vereinheitlichungstendenzen erteilen die Deutschen eine klare Absage – das gilt ab heute nicht nur für Europa.

Lesen Sie dazu auch: Gewählt: Montgomery ist neuer Chef des Weltärztebunds

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