Gesunde Lebensmittel

Diabetologen fordern verbindliche Schritte zur Zuckerreduktion

Die Diabetes-Gesellschaft zeigt sich enttäuscht über den ernährungspolitischen Kurs der Bundesregierung. Nötig seien gesetzliche Schritte – etwa ein Werbeverbot für ungesunde Kinder-Lebensmittel.

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Berlin. Diabetologen haben die Bundesregierung zu schärferen Maßnahmen für gesunde Ernährung aufgerufen. „Ein Stückchen Würfelzucker weniger in der Cola machen noch keine wirksame Strategie gegen Diabetes und Adipositas“, sagte die Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), Barbara Bitzer.

Die am Mittwoch von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) vorgestellten neuen Ergebnisse des im Zuge der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie erhobenen „Produktmonitorings“ zeigten einmal mehr, „dass wir uns nicht auf die freiwillige Selbstverpflichtung der Lebensmittelindustrie verlassen dürfen“, so Bitzer. Die Politik müsse Hersteller stärker in die Pflicht nehmen.

Sondersteuer für Zuckerbomben

Nötig sei eine Steuerentlastung von gesunden Lebensmitteln sowie eine Steuererhöhung für Lebensmittel mit hohem Gehalt an Zucker, Fetten und Salz, forderte die DDG-Geschäftsführerin. Außerdem müsse die Werbung ungesunder Lebensmittel und Getränke an Kinder untersagt werden.

Es handele sich hierbei um gesetzliche Maßnahmen, wie sie auch die Weltgesundheitsorganisation empfehle, betonte Bitzer. (hom)

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