Bundesarztregister

Die Arztdichte in den einzelnen Landkreisen

Bei der vertragsärztlichen Versorgung gibt es regional große Unterschiede, wie neue Zahlen aus dem Bundesarztregister belegen. Wir zeigen für jeden Stadt- und Landkreis auf, wie viele Ärzte und Hausärzte auf 100.000 Einwohner kommen.

Veröffentlicht: 03.05.2019, 16:12 Uhr
Die Arztdichte in den einzelnen Landkreisen

Die Arztdichte hat sich im vergangenen Jahr in allen Bundesländern im Vergleich zum Vorjahr verbessert – schwankt regional aber stark.

© wsf-f / stock.adobe.com

BERLIN. Die Zahl der Vertragsärzte in Deutschland ist 2018 weiter gestiegen – um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das geht aus neuen Daten des Bundesarztregisters der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit Stand vom 31. Dezember 2018 hervor.

Bundesweit waren Ende des vergangenen Jahres demnach 148.601 Ärzte und 26.693 Psychotherapeuten in der vertragsärztlichen Versorgung tätig.

Da sich immer mehr Ärzte für eine Teilzeitarbeit und eine Anstellung entscheiden, bedeutet dies laut KBV aber tatsächlich nur einen Zuwachs an Ärzten von 0,2 Prozent. „Die Ressource Arzt ist und bleibt knapp“, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen.

Freiburg sticht heraus

Die Arztdichte hat sich den Angaben zufolge in allen Bundesländern im Vergleich zu 2017 verbessert.

Die meisten Ärzte und Psychotherapeuten pro 100.000 Einwohner gibt es laut Bundesarztregister in den Stadtstaaten Bremen (296,2), Hamburg (295,7) und Berlin (285,9). Am niedrigsten ist das Verhältnis in Brandenburg (185,8), Westfalen-Lippe (191,0) und Sachsen-Anhalt (193,8).

Beim Blick auf die Stadt- und Landkreise zeigt sich, dass das Ärztenetz am dichtesten in Freiburg im Breisgau ist – mit 395,3 niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten je 100.000 Einwohner. Den Gegenpol stellt der bayerische Landkreis Coburg dar, wo die Quote 84,3 beträgt (siehe nachfolgende Karte).

Kaufbeuren hat höchste Hausarzt-Dichte

Auch bei den Hausärzten gibt es ebenfalls große regionale Unterschiede. Die höchste Hausarztdichte je 100.000 Einwohner weist Hamburg (74,1) aus, vor Mecklenburg-Vorpommern (72,9) und Berlin (72,2). Die schlechtesten Werte zeigen sich in Westfalen-Lippe (59,9), Hessen (64,9) und Sachsen-Anhalt (65,2).

Beim Vergleich der Kreise steht Kaufbeuren in Bayern mit 95,9 Hausärzten je 100.000 Einwohner am besten dar. Am anderen Ende der Skala befindet sich Herford in Nordrhein-Westfalen mit 50,4 (siehe nachfolgende Karte). (ths/dpa)

Wir haben den Beitrag aktualisiert am 03.05.2019 um 16:09 Uhr.

Lesen Sie dazu auch: KBV-Arztstatistik: Negativtrend bei Allgemeinärzten hält an

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