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KBV-Arztstatistik

Negativtrend bei Allgemeinärzten hält an

Neue Zahlen des Bundesarztregisters transportieren eine politisch unangenehme Botschaft: Die zur Verfügung stehende Arztzeit der Fachgruppe ist 2018 erneut gesunken.

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:
Allgemeinärzte werden weniger, altern und sind oft angestellt. Das zeigen die neuen Zahlen des Bundesarztregisters.

Allgemeinärzte werden weniger, altern und sind oft angestellt. Das zeigen die neuen Zahlen des Bundesarztregisters.

© Kurhan / stock.adobe.com (Symbolbild)

BERLIN. Die Zahl der Allgemeinärzte in Deutschland hat im Vorjahr im Vergleich zu 2017 um 165 auf 34.586 abgenommen. Das geht aus Daten des Bundesarztregisters zum Stichtag 31. Dezember 2018 hervor, die die KBV am Freitag veröffentlicht hat.

Damit hat sich der Negativtrend aus dem Jahr 2017 – Minus 0,3 Prozent – bei Allgemeinärzten fortgesetzt.

Etwas besser sieht es aus, wenn man andere Arztgruppen in der hausärztlichen Versorgung ebenfalls berücksichtigt. Dann beläuft sich die Zahl der Vertragsärzte in diesem Versorgungsbereich auf insgesamt 54.741 – ein konstanter Wert im Vergleich zu 2017 (siehe nachfolgende Tabelle).

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Verfügbare Arbeitszeit sinkt

Verschärft wird diese Entwicklung dadurch, dass die Zahl der Köpfe gleichgeblieben ist, die verfügbare Arztzeit aber gesunken sein dürfte. Denn ausgeschieden aus der vertragsärztlichen Versorgung sind 2881 Allgemeinärzte.

Dabei dürfte es sich überwiegend um niedergelassene Hausärzte „alten Schlags“ gehandelt haben. Neu hinzugekommen sind nur 1151 niedergelassene Allgemeinärzte. Die Zahl der neuen angestellten Hausärzte liegt mit 1620 höher.

Dabei wird es sich zu einem großen Teil um Ärztinnen handeln, die überdurchschnittlich häufig in Teilzeit arbeiten. Denn von den zurzeit 18.328 männlichen Allgemeinärzten arbeiteten zuletzt 1958 angestellt (rund 10,7 Prozent). Bei Ärztinnen dieser Fachrichtung – Ende 2018 waren es 16.258 – waren 4414 in Anstellung tätig (etwa 27,1 Prozent).

Bei Pädiatern sieht die Entwicklung günstiger aus: Mit 7739 Vertragsärzten verzeichnet die Fachgruppe einen Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zu 2017. 358 Kinder- und Jugendärzte sind im Vorjahr neu in die vertragsärztliche Versorgung eingestiegen, 309 stiegen aus oder verabschiedeten sich in den Ruhestand (siehe nachfolgende Tabelle).

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Immer mehr Ärzte wählen die Anstellung

Die erfreulichere Nachwuchssituation spiegelt sich auch im Durchschnittsalter: Pädiater sind im Schnitt 52,7 Jahre alt, Allgemeinärzte mit 55,5 Jahre deutlich älter.

Anders als im Krankenhaus ist die Bedeutung ausländischer Ärzte in der ambulanten Allgemeinmedizin überschaubar: 933 der 34.586 Mitglieder umfassenden Fachgruppe stammt aus dem Ausland.

Die „Ressource Arzt ist und bleibt knapp“, kommentierte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen die neuen Zahlen. Über alle Fachgruppen hat die Arbeit in Anstellung weiter zugenommen, mittlerweile sind es 34.430 von 148.601 Vertragsärzten (Stand Ende 2018).

Das entspricht einem Zuwachs von fast 3000 angestellten Ärzten binnen eines Jahres. Stark zugelegt hat die Zahl der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (6,3 Prozent) sowie die der psychologischen Psychotherapeuten (5,5 Prozent).

Lesen Sie dazu auch: Bundesarztregister: Die Arztdichte in den einzelnen Landkreisen

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