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Kommentar – Pflege-Rückkehrer

Die Gelegenheit nutzen

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Zwischen 120.000 und 200.000 zusätzliche Pflegekräfte in Deutschland und unser Personalmangel-Problem wäre endlich gelöst.

Das ist die steile These, die sich nach der Lektüre der #PflegeComeback Studie aufdrängt. Fast jede zweite gelernte Pflegekraft wäre bereit, wieder in den Beruf zurückzukehren. Die Bedingungen: verbindliche Dienstpläne, bessere Bezahlung und mehr Personal.

Bezeichnend ist allerdings, dass diejenigen, die als ehemalige Pflegekräfte in einen anderen Beruf abgewandert sind, weniger zufrieden sind, als sie es zu Beginn in der Pflege waren. Also doch nicht alles so schlimm in der Pflege, wie immer wieder gerne behauptet wird?

Im Gegenteil: Die Studie, die mit 21 (!) qualifizierten Tiefeninterviews und 50 quantifizierbaren Ergebnissen sicherlich eine schwache Evidenzbasis hat, sollte Anlass sein, schleunigst den Wünschen und Vorstellungen der Rückkehrwilligen auf den Grund zu gehen.

Dazu gehört auch, sie über die bereits geplanten Verbesserungen im Pflegeberuf zu informieren. Eine lohnende Herausforderung nicht nur für die Privatwirtschaft, sondern auch für den Pflegebeauftragten.

Lesen Sie dazu auch: Pflege-Comeback: Jede zweite ausgestiegene Pflegekraft bereit zur Rückkehr

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