Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar – Wer darf Tattoos entfernen?

Die Politik macht es passend

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Das Votum des Bundesrats zum neuen Strahlenschutzrecht ist ein Musterbeispiel für Bedarfsplanung, wenn Politiker die Feder führen. Worum geht es? Völlig zu Recht wollte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) den boomenden Markt der Tattoo-Entfernung regulieren. Bisher kann jeder, der einen Gewerbeschein vorweisen und einen Laserschutzkurs besucht hat, in das Geschäft einsteigen. Deshalb sollte der Umgang mit leistungsstarken Lasern Dermatologen und Fachärzten für plastische Chirurgie vorbehalten sein, so Schulze.

Doch bei jungen Erwachsenen ist inzwischen ein Tattoo weniger die Ausnahme als die Regel. Angeblich, so wurde kolportiert, lassen sich jährlich mehr als eine Million Menschen lasern, um ein Tattoo loszuwerden. Allein durch diese Aufgabe werde künftig ein Großteil der Arbeitskapazität von Hautärzten gebunden werden. Am Freitag zog die Länderkammer die Notbremse.

Jetzt sind alle approbierten Ärzte ausreichend qualifiziert, insofern sie eine entsprechende Fortbildung nachweisen. Auf welchem Datenmaterial diese neue Einschätzung basiert, bleibt allerdings unklar. Das nennt man politische Bedarfsplanung: Was nicht passend ist, wird passend gemacht. Die Selbstverwaltung hätte sich mit einer solchen Festlegung über Monate gequält.

Lesen Sie dazu auch: Bundesrat: Nur noch Ärzte dürfen Tattoos entfernen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Praxislandschaft 2040

Studie: In welchen Regionen mittelfristig die größten Hausarztlücken drohen

Das könnte Sie auch interessieren
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie ein Hausarzt mit seinem„Medmobil“ Obdachlose versorgt

Warnzeichen früh erkennen

Immundefekte: Das ist die Basisdiagnostik für die Praxis

Lesetipps
Echzeitdarstellung der Blutzuckermessung auf einem Smartphone

© Remigiusz Góra / stock.adobe.com

Kasuistik

Seltene Ursache rezidivierender Hypoglykämien