Kommentar – Brief des Hausärzteverbands

Eiszeit bei 30 Grad im Schatten

Von Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht: 29.06.2018, 12:30 Uhr

Nein, der Pulverdampf hat sich nicht verzogen. Im Gegenteil: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. So oder so ähnlich muss man den soeben veröffentlichten Brief von Hausärztechef Ulrich Weigeldt an den GKV-Spitzenverband verstehen.

Weigeldt wirft den Kassen Anmaßung vor, weil sie darüber bestimmen wollten, wie Kollegen ihren Arbeitsalltag in Praxen zu organisieren hätten. Dabei spielt der Hausärztechef auf die Forderungen der Kassen an, ihre Sprechzeiten insbesondere am Wochenende auszuweiten. Zudem würde der Versuch unternommen, Ärzte und Patienten gegeneinander auszuspielen. Man verbitte sich weitere Schuldzuweisungen. Eiszeit bei 30 Grad im Schatten.

Man fragt sich, wie in einer solchen Atmosphäre sachlich über die Weiterentwicklung der Versorgung geredet werden soll. Klar ist: Beide Seiten brauchen sich. Und das schon ab nächster Woche, wenn über das neue Gutachten der Gesundheitsweisen zu diskutieren sein wird. Vielleicht hilft das Wochenende zum Durchschnaufen.

Lesen Sie dazu auch: Hausärzteverband sauer: Angriff auf den freien Arztberuf

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