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Darmkrebs-Vorsorge

Empfehlung des Arztes wichtig

Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen werden vor allem genutzt, wenn der Arzt sie ausdrücklich empfiehlt.

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BREMEN. Im Jahr 2014 nahmen 6,4 Prozent aller Berechtigten unter den Versicherten der hkk-Krankenkasse an der Darmkrebsfrüherkennung teil. Warum so wenige?, fragte sich die hkk.

Eine Befragung von 3000 Versicherten ergab: Der Arzt hat eine Schlüsselfunktion. "Wenn der Arzt die Koloskopie nicht empfiehlt, wird das Angebot auch nicht wahrgenommen", sagt Studienleiter Dr. Bernard Braun vom Bremer Institut für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung (BIAG) zur "Ärzte Zeitung". Das betrifft besonders die Männer unter den Versicherten.

Um die Hintergründe der geringen Teilnehmerrate zu untersuchen, schrieb die hkk insgesamt 3000 Versicherte ab 50 Jahren an, die Anspruch auf einen Stuhltest oder eine Koloskopie haben.

Von den hkk-Versicherten im Alter von 50 bis 54 Jahren gaben 73 Prozent an, mindestens einmal in den vergangenen Jahren einen Stuhltest vorgenommen zu haben.

Zählt man unter den Nichtnutzern allein die Männer, haben 38,6 Prozent das Angebot noch nie angenommen. Von den Frauen waren es nur 19 Prozent, die keinen Stuhltest haben machen lassen.

"Frauen haben durch die meist regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen eine andere Vorsorgebiographie", erklärt Braun die Zahlen.

Schlüsselfunktion für Ärzte

Die Gründe, warum der Stuhltest nicht regelmäßig in Anspruch genommen wird, seien vielfältig. Aber am häufigsten fehlt offenbar die Empfehlung des Arztes (30 Prozent der Antworten) oder die Versicherten kannten das Angebot nicht (21 Prozent der Antworten).

Dem behandelnden Arzt komme eine Schlüsselfunktion zu, hieß es. Denn 60 Prozent derer, die den Test gemacht haben, taten es, weil ihr Azt es ihnen geraten hatte.

Danach wurden andere Gründe wie Symptome und Beschwerden genannt.

Andererseits: 48 Prozent der Befragten fühlten sich von ihrem Arzt nicht ausreichend informiert. Dabei wäre die konkrete Information wichtig.

Die Versicherten wollen vor allem wissen, wie der Stuhltest abläuft. "Denn die Auswertung zeigt, dass die Befragten in erster Linie (60 Prozent) Informationen über den praktischen Ablauf des Stuhltests wünschen", so die hkk. (cben)

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