Kommentar zu Landräten

Engagement statt Gremium

Von Rebecca Beerheide Veröffentlicht:

Bürgermeister und Landräte schauen besorgt auf ihre Dörfer und Kreise: Welches Alter hat der Arzt vor Ort erreicht, und was passiert, wenn er oder sie in den Ruhestand geht? Die Arztsuche ist ein Knochenjob geworden.

Aus Sicht der Landräte versagt ihr bisheriges Sprachrohr - die Parteifreunde in der Landespolitik - kläglich. Kein neuer Arzt konnte durch deren Einsatz gewonnen werden.

Eine Idee hinter der neuen Bedarfsplanung, die Betroffenen in jedem Bundesland an einen Tisch zu setzen, weckt Begehrlichkeiten: Nicht nur die Landesregierung, auch der jeweilige Landrat will gehört werden.

Das zeigt eine Umfrage unter den Verantwortlichen, in der 57,2 Prozent mehr Beteiligung fordern. Wer in diesen Monaten mit KV-Chefs spricht, hört viel vom Selbstbewusstsein der 5000-Seelen-Gemeinden, die einen Arzt fordern.

Wer Einladungen zur Mitbestimmung ausspricht, muss sich nicht wundern, dass viele diese dankend annehmen. Doch die Teilnahme an Gesprächen zwischen Ministerien, KV, Kliniken und Krankenkassen kann nicht das Ziel der Landräte sein.

Denn die Bürgermeister, die mit Erfolg einen neuen Arzt für sich gewonnen haben, schafften das nur mit Engagement und guter Infrastruktur - nicht durch die Teilnahme an Gremiensitzungen.

Lesen Sie dazu auch: Bedarfsplanung: Landräte wollen mitreden

Mehr zum Thema
Schlagworte
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Plenardiskussion beim Hauptstadtkongress 2022: „Frauen machen Gesundheit, Männer führen: Wo bleibt Female Empowerment?“ Es diskutierten (von links:) Dr. Christiane Stehle, Tanja Heiß, Emily Troche, Moderatorin Katharina Lutermann, Dr. Susan Niemeyer, Frederike Gramm, Oberin Doreen Fuhr.)

© Rolf Schulten

Wenige weibliche Führungskräfte

Wie kommt das Gesundheitswesen zu mehr Chefinnen?