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Reproduktionsmedizin

FDP setzt sich für Eizellspenden und Leihmütter ein

Die FDP-Bundestagsfraktion fordert ein moderndes „Fortpflanzungsmedizingesetz“.

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JENA. Die FDP verlangt eine stärkere staatliche Unterstützung für ungewollt kinderlose Paare und will bisherige Beschränkungen bei der Fortpflanzungsmedizin kippen.

„Wir Freien Demokraten stehen an der Seite der Menschen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen. Wir wollen sie dabei unterstützen, diesen Wunsch Realität werden zu lassen“, sagte der Fraktions- und Parteivorsitzende Christian Lindner am Freitag zum Abschluss der Klausurtagung der FDP-Bundestagsfraktion in Jena.

„Deshalb setzen wir uns für einen zeitgemäßen Rechtsrahmen ein, der an die neuen medizinischen Möglichkeiten angepasst ist.“

Modernes „Fortpflanzungsmedizingesetz“

Die FDP-Bundestagsfraktion fordert konkret, das aus ihrer Sicht veraltete Embryonenschutzgesetz durch ein modernes „Fortpflanzungsmedizingesetz“ zu ersetzen. Eizellspenden sollten wie etwa in Frankreich, Österreich oder Schweden auch in Deutschland legalisiert werden.

Unter bestimmten Umständen bereits zulässige Embryonenspenden müssten „aus der rechtlichen Grauzone herausgerückt werden“, heißt es in einem von der Fraktion beschlossenen Papier.

Nach den FDP-Vorstellungen sollen in einem institutionalisierten Verfahren gespendete Eizellen und Embryonen durch zentrale Einrichtungen aufbewahrt und vermittelt werden können – ähnlich wie jetzt schon bei der Samenspende. Die FDP will zudem nicht kommerzielle Leihmutterschaft unter Auflagen und hohen ethischen Anforderungen ermöglichen. Dafür müsse es einen klaren Rechtsrahmen geben.

„Ein Update ist dringend notwendig“

Langfristig müssten die gesetzlichen Krankenkassen Kinderwunschbehandlungen wieder voll bezahlen. Diese Behandlungen dürften nicht an die Ehe und nicht an starre Altersgrenzen gebunden sein. Auch unverheiratete Paare sollten gemeinsam Kinder adoptieren dürfen. „Die Gesetze zur Reproduktionsmedizin sind in Deutschland noch auf dem Stand der Regierungszeit von Helmut Kohl. Da ist ein Update dringend notwendig“, sagte Lindner in Jena.

Es gebe Regelungen, die den Zugang zu einer Kinderwunschbehandlung erschwerten. Manche Methoden der Fortpflanzungsmedizin seien in Deutschland komplett verboten, obwohl sie in anderen Ländern längst zulässig seien, so Lindner. (dpa)

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