Direkt zum Inhaltsbereich

Protestaktionen geplant

Fachärzte starten Kampagne gegen Abschaffung der Neupatientenregelung

Warten bis der Arzt kommt - so heißt die Kampagne, mit der der Spitzenverband Fachärzte jetzt gegen die Streichung der Neupatientenregelung protestiert.

Veröffentlicht:

Berlin. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) startet die Kampagne #WartenBisDerArztKommt, um gegen die seiner Ansicht nach im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz vorgesehenen Leistungskürzungen für Patienten zu protestieren.

Geplant sind unter anderem Informationsplakate im Wartezimmer und Protestaktionen in den Ländern. Man werde den Kampagnen-Ansatz stetig anpassen und auch die anstehenden Landtagswahlen ins Visier nehmen, hieß es.

„Die Neupatientenregelung ohne sachliche Grundlage (...) zu kippen, bedeutet eine Verschlechterung der Versorgung der Menschen in Deutschland“, wird Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa, anlässlich des Starts der Kampagne am Dienstag (14. September) in einer Mitteilung zitiert.

Die Streichung der Neupatienten-Regelung steht in der Kritik. Für welche Protestmaßnahmen sind Sie?

Praxisschließung (Streik)
30 %
Demonstration in Berlin
16 %
Briefe an Minister Lauterbach
15 %
Petition
15 %
Patienten mobilisieren
16 %
Gar nichts
8 %

Der Verband wolle offensiv auf die drohenden Leistungskürzungen für die Patienten hinweisen, die mit der geplanten Streichung der TSVG-Neupatientenregelung verbunden seien.

Die Fachärztinnen und Fachärzte benötigten eine verlässliche Gesundheitspolitik, die endlich die strukturellen Reformen anpacke und die künftige Versorgung sicherstelle, „anstatt die eigentlichen Probleme mit einem Flickwerk an Maßnahmen zu übertünchen“, so Heinrich.

Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Defizits im Gesundheitsfonds hätten sich die beteiligten Parteien der Ampelkoalition offenbar für eine Gesundheitspolitik nach Haushaltslage entschieden. (juk)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„Massive Pensionierungswelle“

Pflegebündnis warnt: Bis zum Jahr 2030 fehlen rund 500.000 Fachkräfte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Gegen Über- und Unterversorgung

„Klug entscheiden“-Empfehlung zu Vorhofflimmern: Das steht drin

Lesetipps
Ein verschrumpelter roter Luftballon mit ganz wenig Luft.

© Jörg Lantelme / Stock.adobe.com

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen