SARS-CoV-2 / Infektionsketten

Falsche Kontaktdaten stellen Gesundheitsamt vor Probleme

Nicht alle Menschen geben beim Bar- oder Restaurantbesuch korrekte Kontaktdaten an. Ein Fall in Hamburg zeigt nun, welche Probleme daraus entstehen können.

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Hamburg. Im Hamburger Schanzenviertel sind laut Mitteilung der Sozialbehörde mehrere Mitarbeiter der Bar „Katze“ positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Bar ist geschlossen worden. Weil für die Beschäftigten das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht obligatorisch vorgesehen war, prüfen die Behörden, ob das Hygienekonzept und der Arbeitsschutz eingehalten wurden.

Folgen müssen neben dem Betreiber auch Gäste befürchten: Sie könnten sich wegen schwacher Belüftung und geringer Abstände zu anderen Gästen und Mitarbeitern angesteckt haben.

Hunderte Kontaktpersonen wurden informiert

Einige hundert Personen, die zum Kreis der potenziell gefährdeten Kontaktpersonen zählen und bei ihren Besuchen in der „Katze“ korrekte Kontaktdaten hinterlassen haben, wurden bereits durch die zuständigen Gesundheitsämter informiert. Es gab aber auch Gäste, deren Daten falsch oder unvollständig waren – sie stellen die Gesundheitsämter nun vor große Probleme. „Es besteht das Risiko, dass Personen infiziert wurden, die bisher keine Symptome zeigen, aber dennoch angesteckt wurden“, teilte die Sozialbehörde mit.

Sie rief deshalb alle Besucher der Bar, die am fünften, achten oder neunten September vor Ort waren und bislang nicht vom Gesundheitsamt kontakt wurden, sich unverzüglich zu melden und sich bis zu weiteren Instruktionen in Quarantäne zu begeben. Für die Gesundheitsämter steht derzeit im Vordergrund, alle möglicherweise Infizierten zu finden und eine Verbreitung des Virus einzudämmen.

Die Sozialbehörde nahm den Fall zum Anlass, noch einmal zu erinnern: „Die wahrheitsgemäße Angabe der Kontaktdaten in gastronomischen Betrieben ist wichtig, um im Falle eines Infektionsgeschehens alle möglicherweise Betroffenen warnen zu können.“ (di)

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