Direkt zum Inhaltsbereich

Nordrhein-Westfalen

Förderung für Hausärzte nicht ausgeschöpft

Ein erheblicher Teil der Fördermittel des Landes NRW ist nicht abgerufen worden. Das Ministerium berichtet von 176 Förderanträgen.

Veröffentlicht:

KÖLN. Seit 2012 sind in Nordrhein-Westfalen über das Hausarzt-Programm der Landesregierung fast zwei Millionen Euro in die Praxen der Hausärzte geflossen.

Die für 2014 mit fast 620.000 Euro ausgewiesene Summe könnte sich noch erhöhen, da die Haushaltssperre von Anfang Juli wieder aufgehoben wurde.

Das hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Oskar Burkert mitgeteilt. Die Zahlen zeigen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel nur zum Teil abgerufen wurden.

Im Jahr 2011 war die jährliche Fördersumme von 1,5 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro erhöht worden. 2012 flossen aber nur 557.000 Euro und im folgenden Jahr 747.000 Euro.

KVen an Förderung nicht beteiligt

"Insgesamt wurden 176 Anträge auf Förderung der Niederlassung, Anstellung und Weiterbildung in Gemeinden, in denen in Zukunft die hausärztliche Versorgung durch das Ausscheiden von Hausärztinnen und Hausärzten bedroht beziehungsweise gefährdet sein kann, gestellt", führt das Ministerium aus.

Davon wurden 111 positiv beschieden: 82 Anträge auf Förderung bei der Niederlassung, 25 für die Beschäftigung von Weiterbildungsassistenten und vier für die Anstellung eines Hausarztes.

Die KVen sind an der Förderung nicht beteiligt. Bislang dürfen die KVen über den Strukturfonds nur Fördermaßnahmen finanzieren, wenn der Landesausschuss eine bestehende oder drohende Unterversorgung festgestellt hat oder es einen lokalen Versorgungsbedarf gibt.

Die Landesregierung begrüße die Absicht des Gesetzgebers, künftig auch eine präventive Förderung über den Strukturfonds zu ermöglichen, heißt es in der Antwort.

"Die Landesregierung wird bei der geplanten Überarbeitung der Förderrichtlinie zum Hausarzt-Aktionsprogramm im kommenden Jahr prüfen, welche Auswirkungen eine Förderung durch die KV auf das Landesprogramm haben kann." (iss)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Deutsche Gesellschaft für Nephrologie

Post-COVID-Syndrom: Blutwäsche in Studie ohne Nutzen für Betroffene?

Lesetipps
Es muss nicht immer die ganze Packung sein. Bei Abklingen der Symptome reicht oft eine kürzere Dauer der Antibiotikatherapie.

© umang / stock.adobe.com

Kürzer ist oft besser

Wann ein Antibiotikum früher abgesetzt werden kann

Frau mit Restless-Legs-Syndrom liegt im Bett und wackelt mit den Beinen.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Achtung vor RLS-Mimics

Restless-Legs-Syndrom: Mit 5 Kriterien zur Diagnose

Mehrere Menschen im Gespräch

© Jacob Lund / stock.adobe.com

Wohlbefinden stärken

Wie sich psychische Erkrankungen im Praxisteam vorbeugen lassen