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Deutschland kann an alte Stärken als Pharma-Standort anknüpfen - wenn der Regelungswirrwarr gelichtet wird

BERLIN (fst). Deutschland hat für die Arzneimittel-Forschung zuletzt wieder an Attraktivität gewonnen, doch die hohe Regelungsdichte in der Arzneimittelversorgung behindert Ärzte und Hersteller gleichermaßen.

Eine Welt ohne Richtgrößen und Wirtschaftlichkeitsprüfung ist möglich - schon vor drei Jahren haben Gesundheitsökonomen im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums dazu Vorschläge gemacht. Allein: eine Reform steht noch immer aus.

Dennoch sieht das Hamburger Weltwirtschafts-Institut (HWWI) gute Chancen für den Pharma-Standort Deutschland. Auf der Haben-Seite stehen gut ausgebildete Fachkräfte, der freie Marktzugang für innovative Produkte und eine klinische Forschungslandschaft, die jeden Vergleich aushält. Doch durch die kurzfristigen, an Kostendämpfung orientierten Gesundheitsreformen hat sich in den Köpfen gerade ausländischer Pharma-Manager das Bild eines innovationsfeindlichen Klimas in Deutschland zementiert.

Das haben auch Forschungspolitiker erkannt. Bis 2011 fördert der Staat gerade auch die anwendungsorientierte Forschung mit 800 Millionen Euro. Die "Pharma-Initiative für Deutschland", von Ressortchefin Annette Schavan vor etwa einem Jahr auf den Weg gebracht, soll helfen, dass in deutschen Labors entwickelte Substanzen auch hierzulande in den Markt gebracht werden.

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