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Schutz für Gesundheitsberufe

Frauenärzte: Gewalt gegen medizinisches Personal besser erfassen

Zur Gefährdung durch tätliche oder verbale Übergriffe im medizinischen Sektor gebe es kaum aussagefähige Zahlen, kritisiert der Berufsverband der Frauenärzte und fordert bundesweite Meldesysteme.

Veröffentlicht:

München. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) beklagt eine fehlende Erhebung über verbale und körperliche Gewalt gegenüber Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie anderen Arztgruppen und Gesundheitsberufen.

Insbesondere frauenärztliche Praxen, die sich an der Versorgung von Schwangerschaftsabbrüchen beteiligten, müssten mit Anfeindungen und Bedrohungen durch Gegner von Abruptionen rechnen, heißt es in einer Mitteilung des Verbands vom Dienstag.

Es fehlen jedoch aussagekräftige Zahlen, eine Bewertung der tatsächlichen Gefährdung sei kaum möglich, so der BVF. Er fordert deshalb strukturelle Maßnahmen, die Aussagen zum Ausmaß der Bedrohung erlauben sowie konkrete Möglichkeiten zur Abwendung von Gefährdungssituationen. Lediglich vereinzelt wie in Niedersachsen oder Hessen führten Kammern solche Erhebungen.

„Die Einführung von bundesweiten Meldesystemen zu Gewaltereignissen gegen medizinisches Personal muss als eine notwendige Maßnahme zur Beurteilung und Prävention von Gewalt umgesetzt werden“, fordert BVF-Präsident Dr. Klaus Doubek. (bar)

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