Direkt zum Inhaltsbereich

Gastrointestinale Tumoren

GBA nennt konkrete Mindestmengen für Spezialärzte

Der GBA hat die Anforderungen zur Teilnahme an der ambulanten spezialärztlichen Versorgung bei gastrointestinalen Tumoren weiter verfeinert - und konkrete Mindestmengen genannt.

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Anforderungen zur Teilnahme an der ambulanten spezialärztlichen Versorgung bei gastrointestinalen Tumoren und anderen Tumoren der Bauchhöhle weiter konkretisiert.

Danach muss dem Behandlungsteam mindestens ein Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie angehören, der in den letzten zwölf Monaten vor Antragstellung je Quartal im Durchschnitt mindestens 120 Patienten mit soliden oder hämatologischen Neoplasien behandelt hat.

Darunter müssen 70 Patienten mit medikamentöser Tumortherapie behandelt worden sein, davon 30 mit intravenöser und/oder intrakavitärer und/oder intraläsionaler Behandlung.

Vergütung orientiert sich an Onkologie-Vereinbarung

Alternativ muss ein Facharzt einer anderen Fachgruppe des Kernteams die Betreuung von durchschnittlich 80 Patienten je Quartal in den letzten zwölf Monaten vor Antragstellung nachweisen.

Es muss sich um Patienten mit soliden Neoplasien handeln, darunter 60, die mit antineoplastischer Therapie behandelt werden, davon wiederum 20 mit intravenöser und/oder intrakavitärer antineoplastischer und/oder intraläsionaler Behandlung.

Bereits am 20. Februar hatte der GBA beschlossen, sich bei der Vergütung von spezifische Leistungen, die nicht im EBM abgebildet sind - zum Beispiel Tumorkonferenzen oder die interdisziplinäre Koordination eines Behandlungspfades - an der Onkologie-Vereinbarung zu orientieren.

Ebenfalls hatte der GBA festgelegt, dass das ärztliche Kernteam mindestens 140 Patienten mit schweren Verlaufsformen pro Jahr behandeln muss, diese Mindestmenge aber für eine Übergangszeit von zwei Jahren um bis zu 50 Prozent unterschritten werden kann. (HL/af)

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kleine konkrete Schritte

So lassen sich Patienten zu mehr Therapieadhärenz motivieren

Lesetipps
Eine Frau liegt entspannt vor dem Meer in einer Hängematte.

© Peera_Sathawirawong / Getty Images / iStockphoto (Symbolbild mit Fotomodell(en))

Dritthäufigste Reiseerkrankung

Reisedermatosen: Wie vorgehen bei den drei häufigsten Tropenparasiten?

KI erleichtert Hackern Angriffe ernorm. Praxen sollten zumindest einmal überlegen, ob sie sich gegen solche Störungen absichern wollen, etwa mit Blick auf den Betriebsstillstand.

© Klaus Ohlenschläger / picture alliance

Für wenige Hundert Euro im Jahr

Warum Ärzte über eine Cyberversicherung nachdenken sollten