Kommentar

Geld muss Versorgung folgen

Die Kontroverse zwischen Vertragsärzten und dem Bundesversicherungsamt weist auf Lücken im Vergütungssystem hin.

Von Anno Fricke Veröffentlicht: 08.12.2019, 13:23 Uhr

Wie Kassen und KVen die Vergütung miteinander regeln, braucht mehr Freiheitsgrade. Dass es für 2020 noch keine abschließenden Vergütungsverträge zwischen Kassen und KVen gibt, weist darauf hin, dass etwas in diesem System unrund läuft. Und der Böse ist nicht zwingend das Bundesversicherungsamt (BVA).

Es hat 2018 den Kassen schlicht mitgeteilt, was laut Gesetz eigentlich verhandelt werden darf. Die jährliche Anpassung des Behandlungsbedarfs folgt einem gesetzlich vorgegebenen Muster. Nach Ansicht des Bonner Amtes wurde hier aber wohl oft Pi mal Daumen gerechnet. Zudem haben die Kassen den Ärzten auch eher freihändig Fördertöpfe zur Verfügung gestellt. Ein Versorgungsinteresse darf unterstellt werden. Gleichwohl musste das BVA seinen Job machen und mahnen.

Den Vorstand zu den zuständigen Ministern zu schicken, wie es die KBV-Vertreterversammlung am Freitag beschlossen hat, ist ein erster Schritt, aber keine schnelle Lösung. Es ist klar ersichtlich, dass hier nicht über Money for Nothing gesprochen wird. Die Ärzte sehen für das Honorar ja Patienten. Wenn es also in der Versorgungsrealität Vergütungsanteile gibt, die mit dem System nicht kompatibel sind, sollte man das System ändern und das Geld der Versorgung folgen lassen.

Schreiben Sie dem Autor: anno.fricke@springer.com

Lesen Sie dazu auch
Mehr zum Thema

Hessen

Gesundheitszentrum gegen Hausarztmangel

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Neues Coronavirus jetzt auch in USA

Über 400 bestätigte Infizierte

Neues Coronavirus jetzt auch in USA

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden