Direkt zum Inhaltsbereich

Landesminister schreiben an Lauterbach

Mehrere Gesundheitsminister gemeinsam gegen einrichtungsbezogene Impfpflicht

Die Gesundheitsminister von Sachsen, Thüringen und Bayern wollen die verpflichtende Impfung gegen COVID-19 für Beschäftigte im Gesundheitswesen zum Jahresende auslaufen lassen.

Veröffentlicht:
Für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen besteht eine Impfpflicht gegen COVID-19. Sie war von Beginn an umstritten – drei Landesgesundheitsminister fordern jetzt gemeinsam das Aus zum Jahresende.

Für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen besteht eine Impfpflicht gegen COVID-19. Sie war von Beginn an umstritten – drei Landesgesundheitsminister fordern jetzt gemeinsam das Aus zum Jahresende.

© Marijan Murat/dpa

Dresden. Die Gesundheitsminister der Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen fordern gemeinsam ein Ende der Impfpflicht im Gesundheitswesen zum Jahresende. Auf Initiative Sachsens hätten sich Petra Köpping (SPD, Sachsen), Klaus Holetschek (CSU, Bayern) und Heike Werner (Linke, Thüringen) in einem gemeinsamen Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gewandt, teilte das sächsische Sozialministerium am Donnerstag in Dresden mit.

Darin hätten sie verlangt, die Regelung zum 1. Januar 2023 auslaufen zu lassen. „Gerade mit Blick auf die Versorgungssicherheit, aber auch auf den enormen Verwaltungsaufwand für die Einrichtungen und Gesundheitsämter lehne ich eine Verlängerung über Ende 2022 hinaus ab“, sagte Köpping. „Sie ist schlicht nicht zu rechtfertigen.“

Allgemeine Impfpflicht politisch gescheitert

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht sei „immer nur als Vorläufer einer allgemeinen Impfpflicht gedacht“ gewesen, sagte Holetschek. Da die „allgemeine Corona-Impfpflicht aber politisch gescheitert“ sei, gebe es auch „keine Rechtfertigung für eine einrichtungsbezogene Impfpflicht“ mehr. „Wir können es uns nicht erlauben, mit einer mittlerweile völlig überholten Maßnahme diesen Bereich weiter zu strapazieren, indem wir dringend benötigtes Fachpersonal, aber auch Auszubildende in andere Berufe oder ins benachbarte Ausland verdrängen“, fügte der Minister an.

Lesen sie auch

Werner regte an, „anstatt an dem Konstrukt der einrichtungsbezogenen Impfpflicht festzuhalten, sollten wir dazu übergehen, Anreize für Auffrischungsimpfungen mit angepassten Impfstoffen für Alle zu schaffen“. Sie berichtete, sich schon Anfang September schriftlich an Lauterbach gewandt zu haben, um eine Aufhebung der Impfpflicht zu erreichen, aber keine Antwort erhalten zu haben. (sve)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Kabinettsentwurf zur Pflegereform: Definitiv zu wenig

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Lesetipps
Ein Arzt stellt während einer ärztlichen Konsultation und Untersuchung ein Rezept für einen Asthma-Inhalator aus.

© Goffkein / stock.adobe.com

Asthmakontrolle und SABA-Übergebrauch

Schlecht kontrolliertes Asthma: Was getan werden kann

MRT-Bild eines Schädels, das im linken Auge eine Netzhautablösung zeigt.

© James Cavallini / Science Photo Library

Aufklärung zu Risikogruppen essenziell

Netzhautablösung: Warnzeichen rechtzeitig erkennen