Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Gescheitert - zum Glück

Christiane BadenbergVon Christiane Badenberg Veröffentlicht:

Die Verhandlungen zur EU-Arbeitszeitrichtlinie sind gescheitert. Gott sei Dank. Denn kein Ergebnis ist besser, als ein schlechtes für die Arbeitnehmer in Europa. Nichts zeigt das deutlicher, als das Statement der Deutschen Krankenhausgesellschaft. "Chance vertan - Europa verbaut Wege gegen Ärztemangel" lautet die zynische Überschrift der Pressemitteilung.

Denn so haben sich das viele Kliniken vorgestellt. Eine Arbeitszeitrichtlinie, die eine maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden vorsieht, aber auch Ausnahmeregelungen bis zu 70 Stunden erlaubt. Da muss sich keiner Gedanken über bessere Arbeitsbedingungen machen, um gute Ärzte zu bekommen und zu halten: man presst einfach die Mitarbeiter, die schon da sind und nicht ohne weiteres wechseln können, aus wie Zitronen.

Doch hier haben die Parlamentarier dem Ministerrat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die bestehende Richtlinie wird vorerst nicht aufgeweicht und auch der Bereitschaftsdienst nicht unterteilt in aktive und inaktive Zeiten, die nicht ausgeglichen werden müssen. Doch die Freude über das Scheitern ist getrübt: Denn die Arbeitszeiten vieler junger Ärzte verstoßen noch oft gegen das geltende deutsche Arbeitszeitgesetz und die bestehende Arbeitszeitrichtlinie.

Lesen Sie dazu auch: Arbeiten bis zum Umfallen? Vorerst nicht!

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Arbeiten in der Alpenrepublik

Alternative Schweiz? Die Chancen für deutsche Ärzte stehen gut

Buchtipp

Neuer Bildband: Helden eines schrecklichen Krieges

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

FODMAP, Hypnose, Stuhltransfer

Diese Interventionen helfen beim Reizdarmsyndrom

Private Nachsendung funktionierte nicht

VGH Mannheim: Bei einem Umzug das Versorgungswerk nicht vergessen

Lesetipps
Eine Frau hält Tabletten in der Hand

© Dusan / stock.adobe.com

Differenzierung ist entscheidend

INOCA/ANOCA: Welche Therapie ist die richtige?

Kardiologe Oliver A. Schmidt

© privat

Arzt entwickelt MFA-Börse

So finden Praxisinhaber die MFA, die zu ihnen passt