Direkt zum Inhaltsbereich

Geschenke an Ärzte: Ministerin fordert strenge Regeln

DRESDEN (dpa). Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) fordert strengere Regeln für die Verordnung von Arzneimitteln.

Veröffentlicht:

"Neue gesetzliche Regelungen müssen her", sagte die Ministerin der dpa mit Blick auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs.

Der BGH hatte entschieden, dass sich Kassenärzte, die für die Verordnung von Arzneien Geschenke von Pharmaunternehmen entgegennehmen, nicht wegen Bestechlichkeit strafbar machen.

Das rechtlich korrekte Urteil benachteilige Kassen und Versicherte, so Clauß. Der Patient dürfe nicht davon ausgehen, dass eine Verordnung aus wirtschaftlichen statt medizinischen Gründen erfolge.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Europäische Kommission

Avacopan: Zulassung in der EU widerrufen

Geld und Vermögen

Medizinische Innovationen – auch ein Fall für die Geldanlage

Kooperation | In Kooperation mit: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Das könnte Sie auch interessieren
Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

© quantic69 | iStock

Politische Perspektive

Nationale Politik an Europas Gesundheitszielen ausrichten

Anzeige | CSL Behring GmbH
Kommentare
Olaf Grenzer 09.07.201220:57 Uhr

Bundespräsidenten und Co.

Langsam wird es wirklich unmöglich. Man muss ja denken, die Republik besteht nur noch aus korrupten Ärzten. Wo war denn die Politik bei Herrn Wulf, der als Ministerpräsident keine Scheu hatte diverse "private" Geschenke anzunehmen. Wo war da der Schrei nach mehr Kontrolle und neuen Gesetzen. Schön in Deckung sind die meisten geblieben. Die Sommerfeste beim Bundespräsidenten, bisher ein Stelldichein von Wirtschaftssponsoren, ganz ohne Hintergedanken natürlich. Korruption gibt es in allen Bereichen, nur wer kontrolliert. Es gibt bei den Ärzten die Kammern und KVen, letztere sind ja leider vereinzelt mit ihren Bonuszahlungen zu sehr beschäftigt. Hier gibt es sicherlich Nachgbesserungbedarf, damit die Berufsordnungen etc. auch befolgt werden. Bei den Krankenkassen will ich lieber nicht so genau hinschauen. Eine fast schon Hexenjagd, wie im Augenblick ist aber unverschämt! Auch nicht jeder Arzt, der mal ein Geschenk annimmt, stellt deswegen gleich wirtschaftliche Belange vor medizinische. Bei der GKV ist das allerdings üblich (wirtschaftlich und zweckmäßig). Wo bleibt denn die gut finanzierte pharmaunabhängige Forschung!??
Es ist an der Zeit, dass unsere Standesvertreter endlich mal vehement dieser Hexenjagd entgegentreten.

Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Arbeitserleichterung

So schenkt KI Ärztinnen und Ärzten mehr Zeit für Patienten

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Lesetipps
Aschenbecher mit Zigarettenstummel

© Carlie / stock.adobe.com

Rauchjahre statt Packungsjahre

Lassen sich die Kriterien fürs Lungenkrebs-Screening vereinfachen?