Sterbebegleitung / Sterbehilfe

Gesucht: die bestmögliche Versorgung Sterbenskranker

Eine Forschergruppe sammelt Daten, um die Versorgungsqualität von Patienten auf Palliativstationen zu verbessern.

Veröffentlicht:
Palliativmedizinische Betreuung: Eine Förderung mit 260 000 Euro der Deutschen Krebshilfe soll Verbesserungen bringen.

Palliativmedizinische Betreuung: Eine Förderung mit 260 000 Euro der Deutschen Krebshilfe soll Verbesserungen bringen.

© klaro

AACHEN (akr). Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe an der Universität Aachen untersucht, unter welchen Voraussetzungen Patienten und ihre Angehörigen mit der Betreuung in der letzten Lebensphase zufrieden sind. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Versorgung unheilbar kranker Patienten auf Palliativstationen und in Hospizen zu verbessern. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit 260 000 Euro.

Die Wissenschaftler um den Aachener Palliativmediziner Professor Lukas Radbruch gehen medizinischen und psychosozialen Aspekten nach. Das Team will Kriterien für eine hochwertige palliativmedizinische Betreuung definieren. "Hierzu zählt beispielsweise, ob ausreichend Schmerzmedikamente verabreicht werden, wie häufig Flüssigkeit aus dem Bauchraum entfernt werden muss oder auch, wie viel Zeit das Personal für jeden Patienten hat", teilte die Universität Aachen mit. Körperliche Empfindungen wie Schmerzen fragen die Wissenschaftler anhand einer Skala ab. Etwa drei Monate nach dem Tod des Patienten werden die Angehörigen gefragt, womit der Verstorbene zufrieden war und wo es Mängel in der Versorgung gab. Auch die Mitglieder der Palliativteams werden in die Untersuchung einbezogen. Da die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin seit 1999 erhebt, wie Patienten auf Palliativstationen die Versorgung beurteilen, können die Wissenschaftler auf umfangreiche Daten aufbauen.

An dem Forschungsprojekt beteiligen sich auch Kliniken und Institute in Göttingen, Köln, München, London und St. Gallen. "Die Erkenntnisse sollen Palliativpatienten so rasch wie möglich zugutekommen", sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

© Leo Pharma GmbH

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

© Leo Pharma GmbH

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

© Bristol-Myers Squibb

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

© Alpha Tauri 3D Graphics / shutterstock

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

© Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

CAR-T-Zelltherapie

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
In vielen Einrichtungen längst gefordert, das Einhalten der 3G-Regel. MEDI setzt sich dafür ein, dass auch Arztpraxen außerhalb von Notfällen die 3G-Regel anwenden können, in vielen Kliniken sei dies schon üblich.

© Sebastian Gollnow / dpa

Corona-Pandemie

MEDI fordert 3G in der Arztpraxis

Medizinstudent Heiner Averbeck.

© Porträt: Lukas Zähring | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag“-Podcast

Haben Sie nach Ihrem Medizinstudium noch Lust auf Arzt, Herr Averbeck?

Impfung gegen Corona: Aufgrund aktueller Studiendaten rät das Kompetenznetz MS (KKNMS) bei allen MS-Patienten unabhängig von ihrer Immuntherapie zu einer COVID-19-Impfung.

© fotoak80 / stock.adobe.com

Aktuelle Studien

Corona-Impfung für Patienten mit Multipler Sklerose sicher