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Kein Autobauer

Gesundheit ist in Niedersachsen Wachstumsmotor

Im Autoland Niedersachsen ist die Gesundheitswirtschaft auf der Überholspur. Die Regierung reagiert mit einem "Masterplan Soziale Gesundheitswirtschaft" auf diese Entwicklung.

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Mehr als die Autoindustrie: In Niedersachsen brummt die Gesundheitswirtschaft.

Mehr als die Autoindustrie: In Niedersachsen brummt die Gesundheitswirtschaft.

© electriceye / fotolia.com

HANNOVER. Erstmals hat die rot-grüne Niedersächsische Landesregierung jetzt einen "Masterplan Soziale Gesundheitswirtschaft" aufgestellt. Grund sei die überdurchschnittliche Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für das Land, heißt es.

Die Gesundheitswirtschaft zähle mit fast 600.000 Erwerbstätigen in Niedersachsen zu den großen Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktoren, erklärte Cornelia Rundt (SPD), Gesundheits- und Sozialministerin des Landes auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im hannoverschen Landtag.

Jeder siebte Arbeitnehmer verdient im Health-Sektor seine Brötchen

"Im Jahr 2013 war rund jeder siebte Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt", so Rundt. Seit der Jahrtausendwende seien über 25 Prozent aller neuen Arbeitsplätze in der Gesundheitswirtschaft entstanden.

"Im Autoland Niedersachsen liegt der Anteil der Erwerbstätigen aus der Gesundheitsbranche am Arbeitsmarkt damit deutlich vor der Automobilfertigung", heißt es in der Antwort Rundts.

Die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft erreichte demnach 2013 rund 23,7 Milliarden Euro.

"Damit liegt die Bedeutung der Branche mit einem Anteil von 10,9 Prozent an der Bruttowertschöpfung und 14,9 Prozent der Erwerbstätigkeit über dem bundesweiten Durchschnitt", sagte die Ministerin.

Masterplan zur Steuerung der Ärzteversorgung und des Gesundheitstourismus

Deshalb habe man vor allem zusammen mit dem Wirtschaftsministerium und dem Wissenschaftsministerium sowie weiteren Akteuren der Branche den Masterplan erstellt.

Er inventarisiert unter anderem die ärztliche Versorgung, betont aber auch den in absehbarer Zeit zu erwartenden Landärztemangel. Niedersachen will für attraktive Standortbedingungen für Landärzte eintreten und zum Beispiel den öffentlichen Nahverkehr für Patienten verbessern.

Auch der Gesundheitstourismus soll wachsen. Schon heute beschäftigt diese Sparte 6800 Menschen. Neben Stärkung der Pflege und Grundlagenforschung soll auch der Wissenstransfer gefördert werden. (cben)

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