Kommentar

Gesundheitsreform made in USA

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Wer wissen will, was harte Bandagen im Kampf um eine Gesundheitsreform sind, der verfolge die aktuelle Diskussion in den USA. Mit allen Mitteln versuchen dort die Republikaner, das zentrale Reformvorhaben der Obama-Administration zu torpedieren. So werden Bürgerversammlungen zur Gesundheitsreform nach einer sorgfältigen Choreografie lautstark von Reformgegnern gesprengt, geplante palliativ-medizinische Leistungen der öffentlichen Krankenversicherung Medicare mutieren zum "Euthanasie-Programm".

Aus Europa betrachtet, mutet die US-amerikanische Debatte skurril an: Das Gesundheitssystem verbraucht rekordverdächtige 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und leistet doch nur Spitzenmedizin für Wenige. Bis zur Immobilienkrise war bei mehr als 60 Prozent der US-Bürger, die sich überschuldet haben, Krankheit die Ursache der Insolvenz, meldete jüngst das "American Journal of Medicine". Um den Republikanern Paroli zu bieten, reaktiviert Präsident Obama seine internetbasierte Kommunikationsmaschine und wirbt um Unterstützer.

Lernen kann man daraus für die nächste Gesundheitsreform in Deutschland: Wer die innenpolitische Deutungs- und Debattenhoheit gewinnt, der bringt Reformen durchs Parlament.

Lesen Sie dazu auch: Obama gegen Dämonisierung seiner Reformpläne

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Kommentare
Helmut Karsch 16.08.200914:49 Uhr

Transplantation des Us- Systems in den deutschen Organismus

Frau Schmidt kokettiert schon lange mit den Gedanken, dass Us-System nach Deutschland zu transferieren. Zu offensichtlich hat sie sich mit Kaiser Permanente dem größten HMO Unternehmen der USA beschäftigt und auch deren Vertreter nach Deutschland eingeladen. Mit von der Patie bei diesen Einladungen war auch Frau Mohn von der Bertlesmannstiftung.Es wird keine 10 Jahre mehr dauern, dann werden die Ausgaben der derzeitigen Krankenkassen, die Versicherungunternehmen heißen werden, nicht mehr an ihre Einnahmen gekoppelt sein, sondern an deren Gewinnerwartung. Deshalb ist Frau Schmidt auch so angetan von der Idee, dass es gut ist, wenn Kapitalgesellschaften das Gesundheitwesen übernehmen, damit eben nicht mehr Markt sondern Monopole entsteht.

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