AU-Daten für 2018

Grippewelle treibt Fehltage nach oben

Jeder BKK-versicherte Arbeitnehmer war 2018 im Schnitt 18,7 Tage krank geschrieben. Atemwegserkrankungen waren besonders oft die Ursache dafür.

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Die Erkältungs- und Grippewelle zwang sehr viele BKK-Versicherte ins Bett.

Die Erkältungs- und Grippewelle zwang sehr viele BKK-Versicherte ins Bett.

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BERLIN. Der Krankenstand ist im Vorjahr auf den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren gestiegen. Das hat der BKK Dachverband mitgeteilt.

Danach seien 2018 auf jeden Beschäftigten im Schnitt 18,5 Fehltage entfallen (2017: 17,7). Ursache ist nach Angaben des Kassenverbands insbesondere die starke Grippe- und Erkältungswelle im ersten Quartal 2018 gewesen.

Fast jeder dritte Fall von Arbeitsunfähigkeit (rund 30 Prozent) sei im Vorjahr durch eine Atemwegserkrankung verursacht worden. Die durchschnittliche Fehldauer im Job fiel dabei mit sieben Kalendertagen relativ kurz aus.

Vor allem im Februar 2018 erreichte der Krankenstand mit 6,2 Prozent den höchsten Wert seit mehr als einer Dekade, und zwar auch im Vergleich mit den vier großen Grippewellen der vergangenen zehn Jahre (2009, 2013, 2015 und 2017). Über das gesamte Vorjahr hinweg belief sich der Krankenstand auf 5,1 Prozent.

Fast jeder vierte AU-Tag aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen

Völlig anders sieht die Krankheitsdauer bei Muskel-Skelett-Erkrankungen aus. Sie machten im Vorjahr zwar nur 15,6 Prozent aller AU-Fälle aus, waren aber Ursache für fast ein Viertel aller AU-Tage (23,8 Prozent). Die Krankheitsdauer ist hier mit durchschnittlich 19,7 Tagen fast dreimal so lang wie bei Atemwegserkrankungen (siehe nachfolgende Grafik).

Noch drastischer fallen AU-Tage und -Fälle bei psychischen Erkrankungen auseinander: Sie waren Ursache für 5,5 Prozent der Fälle, doch die Erkrankungsdauer ist mit fast 37 Tagen im Schnitt sogar noch höher als bei Fehltagen aufgrund von Krebserkrankungen (fast 31 Tage je Fall). (fst)

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