Berufspolitik

Gute Perspektiven für künftige Hausärzte

BAD ORB (ras). Für Medizinstudenten und angehende junge Ärzte gibt es heute keine bessere Perspektive als Hausarzt zu werden. Davon ist Eberhard Mehl, Hauptgeschäftsführer im deutschen Hausarztverband, überzeugt.

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Da die Hausärzteversorgung in Deutschland in den nächsten drei bis fünf Jahren in manchen Regionen zusammenbrechen wird, werden die politisch Verantwortlichen gezwungen sein "rasch und massiv Mittel in die ärztliche Basisversorgung zu pumpen", sagte Mehl der "Ärzte Zeitung" am Rande der practica 2009 in Bad Orb. In England sei dies bereits geschehen.

Dort habe der Staat wegen des Nachwuchsmangels so viel Geld für die Hausarztversorgung bereitgestellt, dass der englische Landarzt im Hausarztsektor heute an der Spitze der Einkommensskala in Europa stehe. Mehl prognostiziert, dass sich diese Entwicklung der Einkommen so auch in Deutschland ergeben könnte. Diese "ganz neuen Perspektiven" ergäben sich besonders für die Ärzte, die sich in ein paar Jahren niederlassen wollen.

Zur Versorgung von immer mehr kranken und multimorbiden Patienten gibt es für Mehl keine Alternative zum Hausarzt. Gut fortgebildete Medizinische Fachangestellte könnten den Arzt entlasten, aber in keiner Weise ersetzen. Das Nachwuchsproblem werde zwar von der Politik und auch einigen KVen erkannt. Aber die Bundesärztekammer und die Universitäten würden das Problem noch immer ausblenden, so Mehl.

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