Arzneimittelpolitik

Gute Versorgung steht auf dem Spiel

BERLIN (HL). Die derzeit noch gute oder sogar sehr gute Versorgung von Patienten kann sich in den nächsten zehn Jahren dramatisch verschlechtern. Das ist das Ergebnis einer Repräsentativumfrage unter niedergelassenen Ärzten.

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Im Auftrag des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller und des NAV-Virchowbundes hatte TNS Healthcare im Juli und August über 800 Ärzte nach ihrer Einschätzung zur Entwicklung der Versorgungsqualität, der Therapiefreiheit und ihren Beeinträchtigungen und nach der Zufriedenheit mit ihrem Beruf befragt.

Danach beurteilen 74 Prozent der Befragten die Qualität der Patientenversorgung durch niedergelassene Ärzte in ihrer Region als gut oder sogar sehr gut. Nur drei Prozent sagen, die Versorgungsqualität sei schlecht, 22 Prozent geben ein neutrales Urteil ab.

Dramatisch fällt allerdings die Prognose über die Versorgungsqualität in der eigenen Region in zehn Jahren aus: Dann glauben nur noch 23 Prozent der Ärzte an eine gute oder sehr gute Versorgungsqualität. Der Anteil der Ärzte, die eine schlechte Versorgung befürchtet, verzehnfacht sich auf 34 Prozent. 43 Prozent geben eine neutrale Prognose.

Diese Prognose stützt sich auf schon jetzt existierende negative Indizien: Nur noch 27 Prozent der Ärzte glauben, dass in Deutschland noch Therapiefreiheit gewährleistet ist, 73 Prozent neigen dazu, dies zu verneinen. Lediglich Onkologen sind in diesem Punkt wesentlich optimistischer.

Noch glaubt allerdings eine Mehrheit von Ärzten, das Patienten mit Herz-/Kreislauf-Erkrankungen, Asthma oder Krebs einen guten Zugang zu Arzneimittelinnovationen haben. Die Ausnahme: Demenz.

Die Ergebnisse der Umfrage erklären beide Auftraggeber übereinstimmend als Folge von undurchschaubarer Überregulierung und daraus resultierender diffuser Bedrohung.

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