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Hausarzt-Nachwuchs erreicht bei Verbundweiterbildung die Praxen

71 junge Ärzte mit dem Berufsziel Hausarzt durchlaufen zur Zeit die Verbundweiterbildung in Baden-Württemberg.

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HEIDELBERG (mm). Hausärzte in Baden-Württemberg, die in ihren Praxen Weiterbildungsassistenten einstellen wollen, um dem hausärztlichen Nachwuchs unter die Arme zu greifen, können sich beim Universitätsklinikum Heidelberg melden. 70 Allgemeinärzte sind bereits bei der "Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin Plus" mit von der Partie. Weitere werden noch gebraucht.

71 junge Ärzte mit dem Berufswunsch Hausarzt sind aktuell in die "Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin Plus" eingeschrieben - Tendenz steigend. Sie durchlaufen das fünfjährige strukturierte und qualitativ hochwertige Programm. Bislang befinden sie noch im stationären Abschnitt ihrer Weiterbildung.

Doch schon in den nächsten Wochen werden die ersten Mediziner in den ambulanten Bereich wechseln. "Wir haben 25 Verbünde mit 60 Kliniken", sagte Professor Dr. Joachim Szecsenyi, Leiter des Kompetenzzentrums und der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung am Universitätsklinikum Heidelberg, beim Heidelberger Tag der Allgemeinmedizin.

Mit Hilfe dieses Verbundsystems wird dem hausärztlichen Nachwuchs unter anderem die mühsame Suche nach Weiterbildungsstellen in Klinik und Praxis abgenommen. "Wir bieten stattdessen nahtlos ineinander übergehende Stellen, die in der unmittelbaren Umgebung liegen und den Bewerbern ständige Umzüge ersparen", berichtet Szecsenyi.

Für die niedergelassenen Ärzte werde ein "Train the Trainer Programm" angeboten, kündigte er an. Damit sollen die Weiterbildungsbefugten mehr über Chancen und Herausforderungen der Eins-zu-eins-Weiterbildungssituation in der Arztpraxis erfahren. Außerdem informiert ein Newsletter die teilnehmenden Weiterbildungsbefugten über Entwicklungen im Programm.

Ein Curriculum soll 2011 als Basisinstrument sowohl für die angehenden Allgemeinmediziner als auch für die Trainer zur Verfügung stehen.Mit den Verbünden versuche man den Hausärztemangel im Land flächendeckend zu bekämpfen, so Szecsenyi. Das Programm wird von der Landesregierung gefördert.

Interessierte können sich unter www.weiterbildung-allgemeinmedizin.de informieren und anmelden.

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