Erneut mehr Klagen eingereicht

Hohe Arbeitslast an den Sozialgerichten in Schleswig-Holstein

Mehr als 12.000 Klagen waren Ende vergangenen Jahres an den Sozialgerichten in Schleswig-Holstein anhängig. Der Anstieg der 2024 eingereichten Fälle hat auch etwas mit der Corona-Pandemie zu tun.

Veröffentlicht:

Schleswig. An den Sozialgerichten in Schleswig-Holstein steigen die Verfahrenseingänge weiter an. Im vergangenen Jahr verzeichneten die vier Sozialgerichte im Land 8.132 eingereichte Klagen (2023: 7.411). Auch die Dauer der Verfahren ist weiterhin hoch: Im Durchschnitt liegt sie bei 22,4 Monaten an den Sozialgerichten und bei 24,5 Monaten am Landessozialgericht in Schleswig.

Das Landessozialgericht selbst bezeichnete die Dauer in seiner Jahresbilanz als „unbefriedigend". Weil die Gerichte viele Fälle aus den Vorjahren noch nicht abarbeiten konnten, waren Ende 2024 insgesamt 12.789 Klageverfahren anhängig, dies waren allerdings 801 weniger als im Vorjahr.

An den vier Gerichten arbeiten zusammen rund 50 Richterinnen und Richter. Die meisten Klageeingänge kamen zum Thema Bürgergeld (1.571 Klagen) und zum Unfallversicherungsrecht (1.198). Hintergrund für einen Anstieg in diesem Bereich sind Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Dritter großer Themenblock an den Gerichten ist das Krankenversicherungsrecht (1.128 Eingänge).

Zum Kassenarztrecht wurden 362 Klagen eingereicht, am Landessozialgericht waren dies nur sechs. (di)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

KV-Vorstandsvergütungen im Vergleich

KBV-Chef Andreas Gassen bleibt der bestbezahlte KV-Funktionär

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion

Niere schützen bei HFrEF – aber wie?

Infektionsschutz bei Krebspatienten

Hämatologische Neoplasien: Welche Impfungen bei Betroffenen sinnvoll sind

Lesetipps
Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?