Verhandlungen noch nicht abgeschlossen

Honorarvertrag 2026: Krankenkassen wollen Fördertopf nicht mit aufstocken

Die Förderung von Haus-, Kinder-, Augen- und Frauenärzten in unterversorgten Bezirken Berlins zeigt nach Ansicht der KV Erfolge. Sie ist enttäuscht, dass die Krankenkassen das Fördervolumen nicht ausweiten wollen.

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Berlin. Wie immer läuft es bei den Verhandlungen zum Honorarvertrag nicht ganz rund. Auf der Vertreterversammlung der KV Berlin am Mittwochabend kritisierte der Vorstand unter anderem, dass die Krankenkassen sich 2026 gegen eine Ausweitung des Fördervolumens sperren, aus dem in unterversorgten Bezirken Haus-, Kinder-, Augen- und Frauenärzte unter anderem einen Punktwertzuschlag erhalten.

Das Problem: Die Förderungen sind so erfolgreich, dass inzwischen das Geld aus dem Fördertopf nicht mehr reicht. Im ersten Quartal wurde das Volumen laut KV-Vizechefin Dr. Christiane Wessel um rund 350.000 Euro überschritten.

Die KV wollte erreichen, dass die Summe für das kommende Jahr an die Versichertenentwicklung in Berlin angepasst und somit um 0,8 Prozent erhöht wird. Doch da, berichtete Wessel von den Verhandlungen, spielten die Kassen nicht mit. Sie befänden sich auf „Sparkurs“ – obwohl durch die Förderung die Niederlassungen und Nachbesetzungen in den unterversorgten Bezirken zunähmen.

Wessel: Probleme sind Kassen egal

Auch eine Aufwertung der hausärztlichen MGV-Restleistungen, die nicht unter die Entbudgetierung fallen und für die voraussichtlich nur noch eine Auszahlungsquote von 60 Prozent ansteht, wollten die Krankenkassen nicht mitmachen. Die sich abzeichnenden Versorgungsprobleme seien den Kassen „egal“, sagte Wessel.

Die Vertreterversammlung beschloss in ihrer Sitzung, die Widerspruchsgebühr von 100 auf 150 Euro zu erhöhen. Die Verwaltungskostenumlage wird 2026 unverändert bei 2,4 Prozent bleiben. (juk)

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