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Umfrage

IT-Anbieter Doctolib spricht von „Vorsorge-Stau“

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Berlin. Das IT-Unternehmen Doctolib, Anbieter unter anderem eines onlinebasierten Terminbuchungssystems, konstatiert „Vorsorge-Stau“: In den kommenden 24 Monaten würden „bis zu 44 Millionen Untersuchungstermine in deutschen Gesundheitseinrichtungen anfallen“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung zu Wochenbeginn.

Doctolib beruft sich auf eine bei YouGov beauftragte Online-Umfrage, an der Mitte August dieses Jahres 2137 Bundesbürger teilnahmen; die Erhebung ist den Angaben zufolge repräsentativ für die Erwachsenenbevölkerung (ab 18).

Danach ist vor allem Corona schuld daran, dass jeder 4. Bundesbürger (28 Prozent) „weniger Vorsorgeuntersuchungen als in den Jahren zuvor oder als geplant wahrgenommen hat“. Jeder zweite Umfrageteilnehmer (46,6 Prozent) habe in den Pandemiejahren einen Vorsorgetermin abgesagt oder verschoben oder trotz akuter Beschwerden keinen Arzttermin vereinbart.

Von Zahnvorsorge bis Krebsfrüherkennung

Fast zwei Drittel (63,8 Prozent) würden deshalb nun planen, binnen zweier Jahre „einen abgesagten Termin nachzuholen“, was hochgerechnet den oben bereits genannten rund 44 Millionen Terminen entspricht.

Das betreffe „alle Bereiche der Vorsorge“ heißt es weiter – von der Zahnprophylaxe (21 Prozent) über den Check-up (15,5 Prozent) bis zum Hautkrebs-Screening (10,0 Prozent) und sonstige Krebsfrüherkennungsuntersuchungen.

Völlig uneigennützig war die Umfrage nicht: Doctolib ließ auch nach Terminbuchungsverhalten und -wünschen fragen. Demnach erfolgen die meisten Buchungen (75 Prozent) nach wie vor telefonisch, „was häufig zu langen Warteschleifen führt“.

Ein knappes Drittel der Befragten (29 Prozent) gab an, Termine auch direkt in der Praxis zu vereinbaren und ein Viertel (26 Prozent) bucht online (Mehrfachnennungen möglich). (cw)

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