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Vfa-Report

Impfstoffe stehen vor Renaissance

Deutschland ist bei der Entwicklung von Biopharmazeutika Spitze. Es fehlen die Start ups, die den Boom am Laufen halten könnten.

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BERLIN. Eine Renaissance der Impfstoffe sagen der vfa bio und die Boston Consulting Group (BCG) voraus. Dafür werde die Einführung therapeutischer Impfstoffe sorgen, heißt es im Ausblick des 10. Biotech-Reports, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

In der Pipeline der Biopharmazeutika-Entwickler befänden sich unter anderem Impfstoffe gegen Ebola, Dengue-Fieber, Staphylokokken und Malaria, sagte vfa bio-Vorsitzender Dr. Frank Mathias.

Derzeit werden Biopharmazeutika überwiegend in der Onkologie und in der Rheumatologie eingesetzt. Künftig würden sich die gentechnisch hergestellten Präparate in weiteren Anwendungsgebieten etablieren, sagte Mathias.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der in Deutschland zugelassenen Biopharmazeutika um 71 auf 226 gestiegen. Allein 2014 sind 14 neue Präparate dazu gekommen. In der Entwicklung befinden sich derzeit 604 Produkte, etwas mehr als im Vorjahr.

Davon haben 102 die Phase 3 erreicht. 33 sind Biosimilars. Rund zwei Drittel der Wirkstoffe im Test sind monoklonale Antikörper. Insgesamt sind 113 Impfstoffe in der Entwicklung, davon 22 in Phase 3.

Immun- und Autioimmunkrankheiten im Fokus

Die Einsatzgebiete der Biopharmazeutika haben sich in den vergangene zehn Jahren gewandelt. 2005 erzielten Antidiabetika die höchsten Umsätze.

Inzwischen liegen die biopharmazeutischen Behandlungen von Immun- und Autioimmunkrankheiten wie rheumatoider Arthritis sowie die Onkologika vorne.

Im vergangenen Jahr erzielten die Hersteller von Biopharmazeutika und Biosimilars in Deutschland Umsätze im Apotheken- und Klinikmarkt in Höhe von 7,5 Milliarden Euro netto.

Damit hat die Branche einen Marktanteil von 22 Prozent erreicht. Vor zehn Jahren hatte der Marktanteil bei zwölf Prozent gelegen.

 Deutschland an der Spitze

Deutschland sei für die Hersteller ein wichtiger Produktionsstandort, sagte Mathias.

Mit 23 hierzulande hergestellten Wirkstoffen liegt Deutschland in Europa mit weitem Abstand an der Spitze und weltweit hinter den USA (52 Wirkstoffe) auf Platz zwei.

Das Klima für Neuentwicklungen in Deutschland hat sich eingetrübt. "Viele Start ups haben wir nicht gesehen", sagte Frank Mathias.

In Deutschland mangele es an Risikokapital für die rund zehn Jahre dauernde Entwicklung von Biopharmazeutika und Biosimilars, ergänzte Dr. Jürgen Lücke von BCG. (af)

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