Bundesrat

Ja zur "Pille danach", Kritik an GKV-Reform

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Bundesrat hat sich in seiner Sitzung am Freitag erneut dafür ausgesprochen, den Wirkstoff Levonorgestrel rezeptfrei verfügbar zu machen. In einer Entschließung monierten die Länder, es gebe keine "tragfähige Begründung" dafür, dass die "Pille danach" mit diesem Wirkstoff nur vom Arzt verschrieben werden kann.

Zugleich ließen die Länder die durch diesen Streitpunkt bisher blockierte Verordnung passieren. Diese setzt EU-Vorschriften um, in denen die Anerkennung von Verschreibungen geregelt wird, die im EU-Ausland ausgestellt wurden.

Im GKV-Finanzierungsgesetz FQWG, das nicht zustimmungspflichtig, fordert die Länderkammer Nachbesserungen. So sollen die Länder stärker am geplanten Qualitätsinstitut beteiligt werden. Ländervertreter sollten das Recht gegenüber dem Gemeinsamen Bundesausschuss erhalten, das Qualitätsinstitut mit Projekten zu beauftragen.

Auch eine direkte Beauftragung, durch ein Land, das die Finanzierung übernimmt, solle möglich sein. Dies gelte vor allem, insoweit die Krankenhausplanung betroffen ist. Insgesamt will der Bundesrat auch ein Mitberatungsrecht im GBA über die Richtlinien zur Qualitätssicherung haben. (fst)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?