Direkt zum Inhaltsbereich

KV Nordrhein will mehr Tempo bei der Honorarangleichung

Veröffentlicht:

KÖLN (iss). Für die geplante Angleichung des bundesweiten Vergütungsniveaus müssen schnell einheitliche Kriterien erarbeitet werden, fordert der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) Bernhard Brautmeier. "Diese Kriterien müssen transparent sein und dann auch eingehalten werden", sagt Brautmeier der "Ärzte Zeitung".

Der Zustand, dass in den Bundesländern unterschiedlich viel Geld für die Versorgung eines gesetzlich Versicherten zur Verfügung steht, dürfe nicht länger andauern. "Gleiche Leistungen müssen gleich bezahlt werden."

Die KVNo will sich intensiv an der Erarbeitung des dazu notwendigen Konzepts beteiligen. Es solle bis Ende 2010 stehen, dann werde die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) es mit den Krankenkassen verhandeln, sagt er.

Die jetzt beschlossene asymmetrische Verteilung sei ein richtiger Schritt, um die regionalen Ungleichheiten auszugleichen. "Wir sind aber lange noch nicht am Ziel", betont Brautmeier. Die KVNo erhält dadurch 88 Millionen Euro zusätzlich - mehr als alle anderen KVen. Eine lineare Steigerung des Honorars um 0,75 Prozent würde weitere 19 Millionen Euro bringen.

Diese Summe reiche aber nicht aus, um die in Nordrhein verursachten Verwerfungen zu beheben. Deshalb halte die KVNo ihre Klage gegen die Honorarreform aufrecht, sagt Brautmeier.

Die KVNo habe der KBV die nordrheinischen Daten über die Auswirkungen der Honorarreform zur Verfügung gestellt. "Wenn die KBV daran Zweifel hat, kann sie gern Mitarbeiter zur Überprüfung in unser Haus schicken", machte der KV-Vorstand deutlich.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Debatte um Spargesetz

Streichung der TSVG-Honorare: Ärzte und Krankenkassen im Nahkampf

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

FODMAP, Hypnose, Stuhltransfer

Diese Interventionen helfen beim Reizdarmsyndrom

Cochrane-Review

Prostatakrebs: Wie ist denn nun die Evidenz des PSA-Screenings?

Private Nachsendung funktionierte nicht

VGH Mannheim: Bei einem Umzug das Versorgungswerk nicht vergessen

Lesetipps
Kardiologe Oliver A. Schmidt

© privat

Arzt entwickelt MFA-Börse

So finden Praxisinhaber die MFA, die zu ihnen passt

Eine Frau hält Tabletten in der Hand

© Dusan / stock.adobe.com

Differenzierung ist entscheidend

INOCA/ANOCA: Welche Therapie ist die richtige?

Dass Sport einen positiven Effekt bei Patienten mit Depressionen hat, ist nichts Neues. Der Casus Knacksus ist die Motivation.

© Rifqi Muflih / stock.adobe.com

Motivierende Gesprächsführung

Wie motiviere ich Patienten mit Depression zu Sport?