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Ambulante Notfallversorgung

KVen und Kliniken in NRW arbeiten zusammen

Raufen sich KVen und Krankenhausgesellschaft in NRW zusammen? Geplant ist eine Arbeitsgruppe Ambulante Notfallversorgung.

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DÜSSELDORF. In Nordrhein-Westfalen wollen die Beteiligten gemeinsam versuchen, die ambulante Notfallversorgung zu organisieren. Auf Initiative der Kassenärztlichen Vereinigungen, der Ärztekammern und der Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW) wird sie zum Thema einer Arbeitsgruppe im gemeinsamen Landesgremium nach Paragraf 90a Sozialgesetzbuch V werden.

"Wir erhoffen uns einen konstruktiven Prozess unter Moderation des Gesundheitsministeriums", sagte KGNW-Präsident Jochen Brink beim Frühjahrsempfang der Gesellschaft in Düsseldorf. Scharfe Auseinandersetzungen, wie sie zurzeit das Verhältnis auf der Bundesebene zwischen der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung prägen, sollte es in NRW nicht geben. "Wir sind der Meinung, dass es auch einer moderaten Sprache bedarf, um Kooperationen möglich zu machen", betonte Brink. Die KGNW werde klar in der Sache und im Interesse der Kliniken argumentieren, aber zum Wohle der Patienten eine Verbesserung der sektorübergreifenden Versorgung anstreben, versprach er. "Die ambulante Notfallversorgung könnte der Einstieg in eine insgesamt bessere sektorübergreifende Versorgung sein."

Das sieht auch Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) so. "Wenn wir Lösungen in der Notfallversorgung finden, dann werden wir auch die weiteren Schritte in der sektorübergreifenden Versorgung hinbekommen", sagte sie. Auch die neuen Regelungen zum Home Treatment in der psychiatrischen Versorgung eignen sich nach Steffens‘ Ansicht gut als Einstieg. "Ich kann nur an alle appellieren: Nutzen sie das Instrument."

Ein ermutigendes politisches Signal sieht die Ministerin in der Tatsache, dass es bei der Gesundheitsministerkonferenz jetzt eine Arbeitsgruppe für die sektorübergreifende Versorgung geben soll. Das zeige, dass inzwischen auch die anderen Bundesländer Handlungsbedarf in diesem Bereich erkennen, so Steffens. (iss)

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