Direkt zum Inhaltsbereich

Vorratsdatenspeicherung

Kabinett gibt grünes Licht

Das Bundeskabinett hat heute den umstrittenen Entwurf zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Auch Ärzte sind von den geplanten Neuerungen betroffen. Juristen schlagen Alarm.

Veröffentlicht:

BERLIN. Angela Merkels Ministerrunde hat am Vormittag den umstrittenen Entwurf zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Jetzt kann sich der Bundestag damit befassen. Noch vor der Sommerpause soll das Gesetz beschlossen werden, so der bisherige Fahrplan.

Auch Ärzte sind von der Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung betroffen. Der Deutsche Anwaltsverein hält den Schutz der Berufsgeheimnisträger wie Ärzten, Anwälten, Seelsorgern und Priestern für unzureichend und nicht mit Europäischer Rechtsprechung vereinbar.

Grund ist, dass auch ihre Daten gespeichert, aber nicht abgerufen werden sollen. Als Geheimnisträger können sie ohnehin das Zeugnis verweigern.

Das reicht den Juristen nicht. Ein effektiver Schutz eines engen Kreises von auf besondere Vertraulichkeit angewiesenen Berufsgeheimnisträgern müsse bereits bei der Datenerhebungsebene beginnen, fordert der Anwaltsverein.

Die vertraulichen Inhalte der Kommunikation von Ärzten mit ihren Patienten sind von den geplanten Überwachungsmaßnahmen nicht direkt berührt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, Telekommunikationsunternehmen dazu zu verpflichten, Rufnummern, Skypeverbindungen und IP-Adressen für elf Wochen zu speichern. Zudem sollen Kennungen von Mobiltelefonen und Standortdaten der Telefonierenden erfasst werden.

Ziel ist es, Ermittlern Werkzeuge an die Hand zu geben, um Straftaten aufzuklären. Die Daten sollen nur nach Genehmigung durch einen Richter dafür freigegeben werden. (af)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

An der Spitze des Gemeinsamen Bundesausschusses

G-BA-Vorsitzende Sonja Optendrenk sieht sich als Streiterin der Selbstverwaltung

Ausschuss-Anhörung

Durcheinander 2.0 beim Projekt Notfallversorgung: Wer hat den Hut auf?

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. Tino Großmann, Senior Vice President Connectivity bei der CompuGroup Medical

© CGM

„ÄrzteTag extra“-Podcast

„Die eAU wird der entscheidende Meilenstein sein“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: CompuGroup Medical
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview zum Urologie-Kongress

Wie wird KI die Urologie verändern, DGU-Präsidentin Krege?

Lesetipps
Eine Glühbirne

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Überblick

Zu unserer Themenseite Praxiswissen

Ältere Frau bei einer Psychiotherapie

© Herbie / Fotolia

Multimodale Therapie

Dystonien: Welche alternativen Therapieansätze gibt es?

Smartphones mit Gemini und Chat-GBT

© Lorenzo Di Cola | NurPhoto / picture alliance

Künstliche Intelligenz

Warum die KI eine Hausärztin fälschlicherweise für tot erklärte