Bayern

Keine hausärztliche Unterversorgung

Nach der neuen Bedarfsplanungsrichtlinie können sich in Bayern statt bisher 209 nur noch 122 Hausärzte neu niederlassen.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Eine erste Umsetzung der neuen Bedarfsplanungsrichtlinie, die am 1. Januar in Kraft getreten ist, auf bayerische Verhältnisse zeigt, dass sich im Freistaat künftig weniger Hausärzte als bisher neu niederlassen können.

Nach der alten Bedarfsplanung gab es in Bayern für Hausärzte rechnerisch 209,5 Zulassungsmöglichkeiten, jetzt sind es 122.

137 statt 79 Planungsbereiche

Nach der neuen Bedarfsplanung gibt es in Bayern jetzt für die hausärztliche Versorgung 137 Planungsbereiche gegenüber früher 79, berichtete der Vorsitzende des Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), Dr. Wolfgang Krombholz in der Vertreterversammlung.

Dadurch habe sich die Zahl der überversorgten Planungsbereiche mehr als verdoppelt, während sich die Zahl der regelversorgten Planungsbereiche, in denen sich Hausärzte noch neu niederlassen können, nur geringfügig von 43 auf 47 erhöht hat.

Eine Unterversorgung mit Hausärzten gibt es nach den Kriterien der Bedarfsplanung in Bayern derzeit nicht.

Bei den Pädiatern, die in der Bedarfsplanung künftig der allgemeinen fachärztlichen Versorgung zugerechnet werden, hat sich eine Erhöhung der Zulassungsmöglichkeiten von bisher sechs auf künftig 13,5 ergeben.

Bei den Berechnungen handele es sich um vorläufige Ergebnisse, betonte Krombholz.

273 neue Zulassungsmöglichkeiten für Psychotherapeuten

Regionale Anpassungen, die sich aus der Demografie, aus der Morbiditätsstruktur oder infrastrukturellen Besonderheiten ergeben können, seien dabei noch nicht berücksichtigt. Abweichungen von der Bedarfsplanung müssen im Einvernehmen mit den Krankenkassen beschlossen werden.

Im Versorgungsbereich der allgemeinen fachärztlichen Versorgung erhöhen sich die Zulassungsmöglichkeiten für eine Neu-Niederlassung insgesamt von bisher 41 auf 399,5, berichtete der stellvertretende KVB-Vorsitzende Dr. Pedro Schmelz.

Dabei entfallen allein 273 neue Zulassungsmöglichkeiten auf die Psychotherapeuten. Auf der anderen Seite gebe es in Bayern nach der Bedarfsplanung jedoch allein im Bereich der allgemeinen fachärztlichen Versorgung etwa 2450 "überzählige" Ärzte. (sto)

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Massiv erhöhter CA-19-9-Wert weckt falschen Krebsverdacht

Lesetipps
Eine Blutdruckmessung

© CasanoWa Stutio / stock.adobe.com

Fallstricke in der Praxis

Häufige Fehler in der Hypertonie-Therapie: So geht’s besser!

Ein Mann im Hintergrund nimmt einen Schluck von einem Drink. Im Vordergrund stehen vier Flaschen mit alkoholischen Getränken.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Ein Anwalt hält eine Gesetzessammlung in der Hand.

© Kzenon / stock.adobe.com

Prozesse werden teurer

Tipps: So können Praxen die Risiken für einen GOÄ-Streit minimieren