Portalpraxen

Kleine Kliniken erhalten Vorzug

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Planungen für die Portalpraxen in Berlin werden vorangetrieben. Nach Angaben des Ersatzkassenverbands vdek Berlin-Brandenburg sieht ein dreiseitiger Vertrag von KV, Landeskrankenhausgesellschaft und Kassen in Berlin vor, dass zwölf Portalpraxen in Berlin entstehen sollen.

Dabei kooperiert die KV mit den kleineren Kliniken, nicht jedoch mit der Charité und dem Klinikriesen Vivantes, die die größten Rettungsstellen in Berlin betreiben. Auf beiden Seiten bestehe Gesprächsbereitschaft, sagt vdek-Regionalchef Michael Domrös.

Er zeigt sich optimistisch, dass bis 1. Oktober bereits einige Portalpraxen gestartet sind. "Es sieht gut aus", glaubt Domrös. Die geplanten Portalpraxen seien auch gut über die Stadt verteilt. Vorgesehen ist nach seinen Angaben eine Evaluation.

Domrös räumte ein, dass die Vereinbarung eine schwere Geburt gewesen sei. Der Zeitplan des Gesetzgebers ist in Berlin bereits überschritten. Die Frist für den Abschluss der dreiseitigen Verträge über Portalpraxen ist am 30. Juni abgelaufen. Nach Paragraf 115 SGB V muss dann im Prinzip die Landesschiedsstelle entscheiden.

Die große Koalition hat mit der jüngsten Klinikreform die umstrittene Option geschaffen, durch Portalpraxen den vertragsärztlichen Notdienst an die Krankenhäuser zu delegieren. (ami)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zur Prävention: Mehr als Kochkurs und Yogamatte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ärztliche Pflichttätigkeiten

Zehn Praxis-Tipps für die Leichenschau

Voraussetzungen für neue Kassenleistung

Lungenkrebs-Screening: Wie gut sind Praxen vorbereitet?

Schulterblick

Wie eine Wiesbadener Hausärztin ihre Praxis digitalisiert

Lesetipps
Formular 21 - wie es richtig ausgefüllt wird, war in den vergangenen Jahren nicht allen Ärzten klar.

© Fernando Gutierrez-Juarez / dpa / picture alliance

Bescheinigung eines erkrankten Kindes

Kinderkrankenschein: So wird Formular 21 richtig ausgefüllt

Ein Arzt lädt Daten in die E-Patientenakte hoch

© Daniel Karmann/dpa/picture alliance

Elektronische Patientenakte im Versorgungsalltag

Bei diesen ePA-Baustellen müssen Praxen auf Behelfslösungen setzen