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Klinikverband wirft Ärzten Maßlosigkeit vor

BERLIN/MÜNCHEN (hom). Mit einer Großkundgebung in München und ersten Streiks an 200 Klinikstandorten hat der Marburger Bund seine Forderung nach fünf Prozent mehr Gehalt für Klinikärzte untermauert. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisierte das Vorgehen der Gewerkschaft scharf.

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Der Marburger Bund fordert für die Ärzte an kommunalen Kliniken fünf Prozent mehr Gehalt. © dpa / bildfunk

Der Marburger Bund fordert für die Ärzte an kommunalen Kliniken fünf Prozent mehr Gehalt. © dpa / bildfunk

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DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum sagte, der Ausstand der Klinikärzte entbehre jeder Rechtfertigung. Kaum ein Berufsstand habe in den vergangenen Jahren so hohe Gehaltszuwächse erzielt wie die Klinikärzte. Je nach Entgeltgruppe hätten die Mediziner seit 2005 Gehaltszuwächse "von 20 bis 28 Prozent" verzeichnet. Weitere Steigerungen seien angesichts der angespannten Finanzsituation der Kliniken nicht zu bezahlen, so Baum.

Der Marburger Bund (MB) fordert für die 55 000 Ärzte an kommunalen Kliniken fünf Prozent mehr Gehalt und eine substanziell bessere Bezahlung von Nachtschichten und Bereitschaftsdiensten. MB-Hauptgeschäftsführer Armin Ehl nannte die Forderungen der Klinikärzte "berechtigt". Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat den Ärzten eine Gehaltsaufbesserung von 2,9 Prozent über 33 Monaten und leichte finanzielle Verbesserungen bei Sonderschichten angeboten. Während des Streiks soll die Versorgung auf Wochenendniveau gedrosselt werden. Die Notfallversorgung soll aber gewährleistet werden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Streik passt nicht in die Landschaft

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