Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Streik passt nicht in die Landschaft

Thomas HommelVon Thomas Hommel Veröffentlicht:

Zum zweiten Mal binnen weniger Jahre ist es der Klinikärztegewerkschaft Marburger Bund gelungen, ihre Basis für einen Ausstand zu mobilisieren. Die ersten Streikaktionen an kommunalen Kliniken, die am Montag in Süddeutschland angelaufen sind, zeigen: Die Klinikärzte sind bereit, für ihre Forderungen ans Äußerste zu gehen.

Dennoch passt dieser Ärztestreik nicht in die Landschaft hinein. Schon heute steht vielen kommunalen Kliniken das Wasser bis zum Hals, Finanzspritzen hin oder her. Und die Situation wird noch schlimmer. So steuern die Kommunen als Träger der bestreikten Kliniken auf das größte Defizit in der Geschichte der Bundesrepublik zu. Laut Städtetag erwarten Bürgermeister und Landräte in diesem Jahr ein Finanzloch von 15 Milliarden Euro. Die Folgen sind jetzt schon heute überall sichtbar: Schwimmbäder machen zu, Straßen verkommen, Kliniken werden nicht modernisiert.

Wenn der Marburger Bund jetzt für ein weiteres Gehaltsplus von fünf Prozent und eine bis zu 35 Prozent höhere Vergütung von Bereitschaftsdiensten streikt, dann ignoriert er solche Realitäten. Eine Gewerkschaft darf aber nicht nur an die eigenen Mitglieder denken. Sie muss auch die gesamtgesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Situation im Auge behalten.

Lesen Sie dazu auch: Klinikverband wirft Ärzten Maßlosigkeit vor

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Auswirkungen auf ambulante Versorgung

MEDI-Umfrage: Vertragsärzte warnen vor Folgen der Rotstift-Politik

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

162 Studien ausgewertet

Häufigkeit von zerebralen Aneurysmata nimmt zu

Lesetipps
Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Ärztin untersucht Schilddrüse

© Peakstock - stock.adobe.com

Systematische Ursachensuche

Therapierefraktäre Hypothyreose: Was steckt dahinter?