Sozialministerkonferenz

Kurzzeit-Pflege in Kliniken soll möglich sein

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Schwerin. Die Bedingungen für die Kurzzeit-Pflege sollten nach Ansicht von Sozialministern besser werden. „In jedem Bundesland gibt es das Problem, dass einer hohen Nachfrage regelmäßig ein zu geringes Angebot an Kurzzeit-Pflegeplätzen gegenübersteht“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchefin Stefanie Drese (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin.

Gemeinsam mit Niedersachsen will sie einen Lösungsvorschlag bei der Arbeits- und Sozialministerkonferenz am Mittwoch und Donnerstag in Rostock unterbreiten. Das Problem sei die Wirtschaftlichkeit, erklärte sie. Ein Kurzzeit-Pflegeplatz werde von Betroffenen oft sofort gebraucht. Die Patienten blieben aber nur kurz – das Gesetz sieht maximal acht Wochen vor.

Es müsse deshalb so viel Personal und Ausstattung vorgehalten werden, dass sich unter den bisherigen Bedingungen Kurzzeit-Pflege häufig nicht lohne. „Wir wollen, dass das Betreiben von Einrichtungen deutlich attraktiver wird“, sagte Drese.

Die Antragsteller schlagen eine höhere Vergütung der Kurzzeit- und Verhinderungspflege vor. Außerdem sollte es auch Krankenhäusern erlaubt werden, Kurzzeit-Pflege anzubieten. Pflegeheime wiederum sollten verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil Betten für die Kurzzeit-Pflege freizuhalten. Die höheren Aufwendungen und die Einnahmeausfälle, wenn Plätze nicht genutzt werden, müssten von den Pflegekassen bezahlt werden, sagte Drese.

Laut Statistischem Bundesamt leben in Deutschland mehr als drei Millionen Pflegebedürftige, gut drei Viertel von ihnen zu Hause. (dpa)

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