Gesundheitsminister bei WHO-Tagung

Lauterbach sieht wachsende Gefahr internationaler Gesundheitskrisen

Wir leben in einem Zeitalter, das von übertragbaren Krankheiten geprägt ist. Mehr Kooperation – national wie international – müsse eine Antwort darauf sein, sagte Gesundheitsminister Lauterbach bei einer WHO-Tagung.

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Tel Aviv. Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) hält internationale Gesundheitskrisen für eine wachsende Gefahr.

„Wir stehen vor einer weitreichenden globalen Zäsur“, sagte der SPD-Politiker am Montag anlässlich einer Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Tel Aviv. „Wir erleben ein Zeitalter, das geprägt ist von übertragbaren Krankheiten.“ So bleibe die Corona-Krise eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für die Bevölkerungen, aus der Lehren für einen besseren künftigen Pandemieschutz zu ziehen seien.

Der Ausbruch der Affenpocken, aber auch Polio-Fälle zeigten, dass der Kampf gegen grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren auch im europäischen Kontext eine Priorität sein müsse, sagte Lauterbach. Dies sei umso wichtiger, da mit dem Klimawandel die Gefahr von Zoonosen steige.

Gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels seien in aller Welt unmittelbar spürbar geworden. „Wir brauchen mehr nationale, aber auch internationale Kooperationen und den Willen zu Veränderungen, auch bei uns allen ganz individuell“, sagte Lauterbach.

Als Gefahrenfaktor nannte er auch Russlands Krieg gegen die Ukraine. Seitdem seien bei fast 500 durch die WHO verifizierten Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen fast 100 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt worden. Medizinische Infrastruktur sei vielerorts zerstört. „Russland muss diesen Krieg sofort beenden.“ (dpa)

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