Coronavirus

Linke kritisiert Untätigkeit bei Pandemie-Folgen für Kinder

Wochenlange Schul- und Kitaschließungen, fehlende Freizeitangebote: Pandemie inklusive Lockdowns haben jungen Menschen zugesetzt. Die Linksfraktion wirft der früheren Bundesregierung Versäumnisse vor.

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Berlin. Die Linksfraktion im Bundestag hat Kritik an der Corona-Politik zu Beginn der Pandemie geübt. Kinder und Jugendliche seien von den Eindämmungsmaßnahmen in den ersten Wellen „besonders hart“ betroffen gewesen, schreibt die Linke in einer Anfrage an die Bundesregierung, in der sich die Partei nach den Auswirkungen der Pandemie auf junge Menschen erkundigt.

Die Schließung von Kitas und Schulen sowie Kontaktbeschränkungen hätten „Isolation“ nach sich gezogen. Mit Freunden, Schulen, Sportvereinen und Jugendclubs seien „wichtige Sozialisationsinstanzen“ zeitweise weggebrochen.

Vorwurf an frühere GroKo: „Wenig getan“

Ob und welche langfristigen Folgen diese Zeit habe, werde sich wohl erst in Zukunft zeigen. Gleichwohl seien schon zu Beginn der Pandemie Studien veröffentlicht worden, die auf einen Anstieg klinisch relevanter psychischer Probleme hingewiesen hätten.

Trotz dieser Hinweise habe die frühere Bundesregierung „wenig getan“, um die Folgen abzumildern und Maßnahmen auch aus Sicht der Kinder und Jugendlichen „abzuwägen“. Viele der Kinder seien mit ihren Familien „de facto zu Hause eingesperrt“ gewesen. Schulschließungen hätten zu Lernzeitverlusten geführt.

In ihrer Anfrage möchte die Linksfraktion von der Regierung unter anderem wissen, wie viele Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren sich bisher mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert haben und wie viele Hospitalisierungen es bei Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit dem Virus bisher gab. (hom)

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