Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Lübeck gerettet - Flurschaden bleibt

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:

Die Medizinerausbildung in Lübeck ist gerettet. Weil der Bund an anderer Stelle für die Forschung einspringt, kann das finanzschwache Schleswig-Holstein weiterhin Medizinstudenten in Kiel und Lübeck ausbilden.

Die Nachricht aus Berlin ist im Norden aber nicht nur wegen des drohenden Ärztemangels mit großer Erleichterung aufgenommen worden, auch die wirtschaftlichen Folgen einer Schließung der Uni Lübeck wären für die Region eine Katastrophe gewesen. Beeindruckend war der geschlossene Protest, den die Menschen in der Hansestadt den Plänen entgegen gesetzt haben: Sie fühlen sich - traditionell - von der Landeshauptstadt benachteiligt.

Die Landesregierung muss sich fragen lassen, ob die jetzige Lösung nicht auch möglich gewesen wäre, ohne Lübeck öffentlich in Frage zu stellen und damit einen Flurschaden anzurichten, der schwer wieder gut zu machen sein wird. Dies betrifft hoch qualifizierte Forscher, die sichere Standorte bevorzugen, aber auch das Verhältnis der Hochschulen Kiel und Lübeck, die im Zuge der Spardiskussion gegen- statt miteinander gearbeitet haben. Jetzt sind die Verantwortlichen an beiden Standorte gefordert, einen Neubeginn zu wagen und zu kooperieren.

Lesen Sie dazu auch: Hilfe vom Bund: Medizinfakultät in Lübeck scheint vorerst gerettet

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tests für die Diagnostik

Akuter Kreuzschmerz: Tipps für ein pragmatisches Vorgehen in der Praxis

Lesetipps
Ins Fitnessstudie statt zum Geburtstag der Oma: Wer eine starke Verpflichtung spürt, Sport zu treiben, könnte eine Muskeldysmorphie haben.

© ME Image / Stock.adobe.com

Krafttraining bis zur Erschöpfung

„Adonis-Komplex“: Was Ärzte beim Verdacht auf Muskeldysmorphie tun können

Ein Hund streckt seine Zunge raus

© gismo2015 / Stock.adobe.com

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt