Direkt zum Inhaltsbereich

Chronikerprogramme

Medizinprodukte-Hersteller sehen Pflicht zum DMP-Vertragsabschluss positiv

Der Bundesverband Medizintechnologie begrüßt die geplanten neuen Regeln für Disease Management Programme. Bei den DMP-Leistungen gebe es aber noch Luft nach oben. Siehe DMP Adipositas.

Veröffentlicht:

Berlin. Medizinprodukte-Hersteller sehen die Pflicht zum Abschluss von Disease Management Programmen (DMP) als Chance. „Das kann einen wichtigen Qualitätsimpuls für die Versorgung setzen“, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Stellungnahme des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) zum „Gesundes-Herz-Gesetz“ (GHG).

Vorgesehen ist unter anderem, die Chronikerprogramme zu einem verpflichtenden Angebot der gesetzlichen Krankenkassen zu machen, neue DMP schneller flächendeckend in die Versorgung einzuführen sowie bestehende Programme etwa zu Diabetes mit einer „qualitätsorientierten, erfolgsabhängigen Vergütung“ zu hinterlegen.

Von den 13 bisher vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen DMP seien bislang sieben in der Versorgung angekommen, schreibt der BVMed. Bei der Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Programme sei sicherzustellen, dass „evidenzbasierte“ und „bedarfsnotwendige“ Leistungen in die Programme aufgenommen würden, auch wenn diese noch nicht Teil der Regelversorgung seien.

„Elemente leitliniengerechter Basistherapie fehlen“

Der BVMed verweist dazu auf die jüngste Entscheidung des G-BA über Inhalte des DMP Adipositas für Erwachsene. „Wichtige Elemente einer leitliniengerechten Basistherapie, wie die individuelle Ernährungstherapie, konnten nicht ins DMP aufgenommen werden, da sie noch nicht Bestandteil der Regelversorgung sind. Dadurch kann das Ziel einer leitliniengerechten Therapie durch das DMP nicht sichergestellt werden“, kritisiert der Branchenverband.

Die geplante Abschaffung der einmaligen DMP-Programmpauschale zugunsten von Zuschlägen aus dem Gesundheitsfonds wiederum biete die Chance, die richtigen Anreize für die Kassen setzen, so der Verband. Eine Zunahme der Kodierung der Programme dürfe jedoch nicht dazu führen, dass die „Manipulationsbremse“ greife und die Kassen für die betreffenden Krankheiten keine Zuweisungen aus dem Risikostrukturausgleich (RSA) erhielten. (hom)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Adipositas mit und ohne Typ-2-Diabetes

Wann Inkretinmimetika für Kinder und Jugendliche?

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Lesetipps
Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter