Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur Behandlungsfehlerstatistik

Mehr Arbeit, mehr Fehler?

Von Sunna Gieseke Veröffentlicht:

Der Hausarzt als Lotse - das ist ein sehr beliebtes Bild der Politik: Er soll der erste Ansprechpartner für seine Patienten sein. Jetzt steht er jedoch in der Ärztefehlerstatistik der Bundesärztekammer weit oben. 45 Millionen Behandlungsfälle mit insgesamt 105 Millionen Patientenkontakte entstanden allein im ersten Quartal 2011 daraus, dass Patienten sich zuerst an einen der etwa 60.000 Hausärzte in Deutschland gewendet haben. Die Hausarztpraxen sind also zum Bersten gefüllt.

Deutlich mehr Patientenkontakte heißt aber auch mehr Fehler. Das ist zum einen ein statistisches Problem. Gleichzeitig heißt eine Menge an Arbeit, dass Ärzte nur noch wenig Zeit für den einzelnen Patienten haben. Das bemängeln gerade Ärzte zu Recht häufig.

Es entsteht ein schwieriger Spagat: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, einen Patienten an einen Kollegen zu überweisen - und damit die Praxis zu entlasten? Oder doch besser selbst weiter behandeln? Auch an dieser Schnittstelle passieren logischerweise Fehler.

Was also tun? Der erste Schritt ist der Wichtigste: Fehler sollten in jedem Fall nicht verschwiegen werden. Eine offene Fehlerkultur hilft, dass weitere Fehler vermieden werden. Davon profitieren am Ende Arzt und Patient.

Lesen Sie dazu auch: Kunstfehler Geduld

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Tipps der Bundesärztekammer

Wie Ärzte Fake News und Deepfakes erkennen

Das könnte Sie auch interessieren
An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Medibiom

© Medibiom

MEDICE

MEDIBIOM – Darmgesundheit neu gedacht!

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Dr. Uwe Wolfgang Popert 20.06.201211:34 Uhr

?

Hier fragt man sich doch wirklich, ob die Kommentatorin und das Lektorat die zu Grunde liegende Meldung überhaupt gelesen, geschweige denn verstanden haben!
Trotz der weitaus höchsten Häufigkeit (45 Mio Behandlungsfälle) resultierte die niedrigste Fehlerhäufigkeit der dargestellten Kategorien.
Eigentlich hätte es Thema sein müssen: "wieso geschehen hier trotz Arbeitsüberlastung und sinkender Zahl von Hausärzten so erstaunlich wenig Fehler?" - oder klingt das nicht sensationell genug?

Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Springer Medizin Gala

Preisträger des Springer Medizin Charity Awards feierlich gekürt

Lesetipps
Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2026 in der Kategorie Specialist Care:

© Marc-Steffen Unger

Fortgeschrittenes kleinzelliges Lungenkarzinom

Galenus-Preis 2026: Imdylltra® gewinnt in der Kategorie Specialist Care