Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Mehr Belege für Sinn der Prävention!

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Wenige Dinge sind so wenig umstritten wie die Prävention. Zwar gehen die Meinungen darüber auseinander, ob sich durch Vorbeugung langfristig die Kosten im Gesundheitswesen senken lassen oder welche Ansätze am besten sind. Kaum jemand zweifelt aber am Sinn der Prävention.

Umso erstaunlicher ist es, dass es für ihre Wirkung offenbar kaum Belege gibt. Das hat eine internationale Untersuchung des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) gezeigt. Das Problem liegt danach nicht darin, dass die Prüfung verschiedener Präventionsansätze negative Ergebnisse gebracht hätte. Nein, nur wenige Wissenschaftler haben die Maßnahmen überhaupt evaluiert.

Klar ist: Ein Vorhaben wie das Präventionsgesetz kann sich nicht nur auf die Hoffnung stützen, dass Vorbeugung schon helfen wird. Die ernüchternden Ergebnisse dürfen aber auch nicht zur Folge haben, das Gesetzesprojekt aufzugeben. Der Vorschlag der IGKE-Wissenschaftler, viele verschiedene Präventionsmaßnahmen regional und zeitlich begrenzt einzuführen und zeitnah zu evaluieren, ist sinnvoll. Nur so lässt sich herausfinden, wie effektiv die Angebote sind. Nur was nachweisbar wirkt, sollte auch großflächig ausgerollt werden.

Lesen Sie dazu auch: Präventionsmodelle werden kaum hinterfragt

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neue Therapien

Gleich mehrere Durchbrüche bei seltenen Erkrankungen

Lesetipps
Ein Hautarzt untersucht die Haut mit einem Dermatoskop auf Melanom.

© Iryna&Maya / stock.adobe.com

Vergleich mit anderen Ländern

Hautkrebs-Screening in Deutschland laut Studie ohne klaren Nutzen